City Run Love – mehr Erfolg und Spaß beim Straßenlauf!

Kannst du dich noch an deinen allerersten Wettkampf erinnern? Vielleicht war es ein spontaner 5-Kilometerlauf mit Freunden in deiner Heimatstadt, ein Firmen-Event oder ein 10km-Rennen in einer Metropole, wo deine ganze Familie am Start war? Straßenläufe sind wundervoll: Man kann so richtig Gas geben, ist selten allein unterwegs und wird bei Wettkämpfen von Zuschauern durchgetragen. Doch was macht dich fit für den Teer und wie wirst du wirklich schneller? Wie gelingt es, als Straßenläufer gesund und motiviert zu bleiben? Das erfährst du hier bei uns.

City Run Tabitha in Las Vegas„Wähle das Ziel und liebe den Weg.“

(Helga Schäferling)

Nur ein klares Ziel führt zum Ziel

Fragt man erfahrene Laufcoaches, warum es manche Läufer nicht schaffen, ihr Leistungspotential ganz zu entfalten, so ist die Antwort oft recht simpel:

„Sie haben kein klares Ziel, sie wollen zu viel gleichzeitig und sind nicht bereit, auf Dinge zu verzichten, die eher hindern als helfen!“

Wo kein klares, realistisches und motivierendes Ziel ist, kann kein Erfolg entstehen. Von daher ist es sehr wichtig, für sich erstmal das richtige Ziel zu finden, das dem eigenen Körper und Leben auch entspricht und nicht irgendwas machen zu wollen, was gar nicht möglich ist, aber vielleicht im Umfeld auf mehr Applaus stoßen würde.

Siege erkämpft man, sie finden sich nicht im Wohlfühlbereich!

Vor ein paar Jahren las ich das Buch „Two Hours – The Quest to Run the Impossible Marathon“ von Ed Caesar, in dem auch die Lebensgeschichte vom Kenianer Mutai beschrieben wird. Diesem gelang beim Boston-Marathon eine Sensation: Er lief nach 2:03:02 Stunden als Sieger ins Ziel. Aber was hat ihn so schnell werden lassen?

Mutai ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen, ohne Schuhe, in einem Umfeld, wo Gewalt und Alkoholismus an der Tagesordnung stand. Er trainierte unheimlich hart dafür, um an die Weltspitze zu kommen, da seine gesamte Familie von seinem Erfolg abhängig war. Der Hunger, die Not und eine große Sehnsucht nach einer Perspektive, dazu viel Bewegung in der Jugend und das Leben in der Höhe – all diese Einflussfaktoren haben mit dazu geführt, dass er unfassbar schnell wurde.

Doch dazu gehört vor allem eine Einstellung, ein starker Wille: Mutai fokussierte sich voll und ganz auf den Sport. Er rannte 125 Meilen pro Woche. Er investierte tausende von Stunden des Leidens, um seine Ziele zu erreichen. Laut Mutai ist der Marathon wie ein Kampf im Inneren deines ganzen Körpers. Der Körper kämpft mit sich selbst. Und den scheuen viele lieber. Rekorde, Bestzeiten und Siege erkämpft man, die finden sich nicht im Wohlfühlbereich. Um schneller zu werden, muss man raus aus der Komfortzone und eine gewisse Leidensfähigkeit beweisen.

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Schneller werden – aber wie?

Wer immer das gleiche tut, kommt nicht voran! Daher sollten im Training regelmäßig neue Impulse gesetzt werden. Intervalle, Sprints (Bergsprints sind super effektiv), Fahrtenspiele, Tempodauerläufe und Krafttraining sind eine gute Hilfe, um nicht immer dem gleichen Muster zu folgen. Auch eine Leistungsdiagnostik kann helfen, um seinen Ist-Zustand zu kennen und das Training daraufhin anzupassen.

Daneben gibt es natürlich noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Viele Sportler achten nicht genug auf Pausen (Regenerationsleitfaden), in denen sich der Körper effektiv erholen kann und schlittern in eine Stagnation oder Verletzungsanfälligkeit.

Außerdem raten viele Trainer dazu, regelmäßig seinen Körperfettanteil zu messen und die Blutwerte checken zu lassen. Denn wer beispielsweise einen Vitamin D- Mangel oder zu niedrigen Eisenspeicher hat, kann seine Leistung nicht wirklich abrufen.

Schneller werden mit der richtigen Ernährung

Ein wichtiger und oft unterschätzter Baustein ist die Ernährungsweise. Herauszufinden, was dem eigenen Körper wirklich guttut und was nicht, ist ausschlaggebend. Mancher – wie der Profi-Trailläufer Hannes Namberger – stellt fest, dass sein Körper nicht gut auf manche Obstsorten reagiert (Von Profis lernen) und lässt sie jetzt konsequent weg. Andere Athleten verzichten komplett auf Milch, Weizen oder Zucker oder haben eine sehr unkomplizierte Technik gefunden, wie sie ihre Mahlzeiten gesünder gestalten – wie der Triathlet und Wissenschaftler Georg Abel (zum Ernährungs-Podcast mit Dr. Georg Abel).

Was auf jeden Fall schneller machen soll, ist eine abwechslungsreiche, regionale und frische Kost mit viel Gemüse als Basis. Du möchtest neue Bestzeiten erreichen und „Bio-Doping-Effekte“ nutzen? Dann haben wir einen richtig guten Tipp für dich: Es gibt eine heimische Rübe, die macht wirklich schneller, wenn man sie in den Tagen vor einem Wettkampf zu sich nimmt – mehr dazu in unserem Artikel: Warum Rote Bete so gesund ist.

Bei aller Disziplin die Freude nicht verlieren

Doch neben allen Opfern, die gebracht werden müssen, um schneller zu werden, darf vor allem bei uns, die nicht vom Laufen leben, die Freude am schönsten Sport der Welt nicht verloren gehen.

„Ich hasse es, Dinge zu tun, an denen ich keinen Spaß habe,“ hat der schnellste Mann der Welt mal von sich gesagt. Usain Bolt, der immer noch einige Weltrekorde hält, hat hart trainiert, alles rausgeholt, sich oft gequält. Aber er hat sich gleichzeitig wahnsinnig freuen können und die Wettkämpfe mit allem, was dazu gehört auch zu genießen verstanden.

Wenn wir Spaß an dem haben, was wir tun, vergeht nicht nur die Zeit gefühlt viel schneller, wir werden auch länger dranbleiben.

Vergleich dich nicht mit den ganz schnellen Läufern oder mit den Zeiten, die du früher mal aufzustellen schafftest, das macht bekanntermaßen nur unglücklich. Sondern freu dich über jeden kleinen Erfolg und verliere nicht die Freude durch übertriebene Verbissenheit.

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Tipps für neuen Spaß beim City Run

Da wir Menschen dazu neigen, gerne im Autopiloten unterwegs zu sein und immer das gleiche zu tun, ist es sehr hilfreich, durch gezielte Maßnahmen für frischen Wind zu sorgen.

5 Anregungen für mehr Spaß beim City Run:

  1. Lerne deine Stadt neu kennen – indem du dir jedes Wochenende ein Viertel zum Laufen aussuchst, das du bisher noch nicht kennst.
  2. Schau dich um und tritt in Kontakt mit den Lauftreffs vor Ort. Bei einem guten Lauftreff wirst du das ungeliebte Lauf-ABC, Kräftigung und Abwechslung im Training in einer Gruppe als viel angenehmer empfinden und nicht der Versuchung erliegen, doch immer das gleiche zu tun und dieselbe Runde zu rennen.
  3. Gibt es eine Stadt, in der du noch nie warst und die du schon immer mal besichtigen wolltest? Plane eine Städte-Reise mit Wettkampf zusammen mit Freunden. Solche Wettkampf-Erlebnisse an einem „neuen“ Ort beflügeln, schaffen unvergessliche Momente und du lernst Land und Leute besser kennen.
    Abends nach dem Rennen in eines der lokalen Restaurants zu gehen, am nächsten Tag in Ruhe zu frühstücken und noch ein bisschen Sightseeing zu machen – der perfekte Kurzurlaub! Du kannst natürlich auch ohne Rennen ein Sightseeing City Run-Wochenende in Angriff nehmen und eine Stadt laufend erkunden. Ich habe das mit Paris und New York gemacht. Zauberhafte Erinnerungen!
  4. Such dir in den umliegenden Bundesländern die zwei schönsten Stadtläufe raus und nimm dir einen für die nächsten Monate vor, melde dich an. Man muss nicht weit weg, um zu staunen!
  5. Bergläufe, Treppen-Training und Sprints auf der Tartan-Bahn machen dich auf der Straße schneller! Such dir „Leidensgenossen“ für die Einheiten, vor denen du dich gerne scheust. Zusammen mit Gleichgesinnten machen sogar 400-Meter-Läufe auf der Bahn Freude und man spornt sich gegenseitig an, pusht sich und bringt sich nach vorne.

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Wir bringen mehr Spaß und Schnelligkeit in deinen City Run!

Wir bringen wieder neue Begeisterung in dein Läufer-Leben, durch Trainingsanreize, motivierende Gespräche mit Athleten und Experten, die ganz konkrete und alltagstaugliche Tipps für dich haben. (Trainingstipps | Gesund laufen)

Nutze das Wissen des Osteopathen-Ausbilders und Ernährungsspezialisten Tom Gierlichs und erfahre, mit welchen kleinen Maßnahmen du ab sofort deine Leistung und deine Gesundheit verbessern könntest und profitiere von seiner langjährigen Erfahrung mit allerlei Sportlertypen in der allerneusten Podcast-Folge: „Den Körper verstehen und unterstützen“.

Du willst wissen, wie man richtig schnell wird und seine Ziele erreicht? Dann höre im nächsten Podcast, wie sich die Top-Athletin Alexandra Burghardt immer wieder aus Tiefen nach oben kämpfte und kürzlich bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft Gold im 200-Meter-Sprint holte.

Lass dich für die kommenden Monate doch nochmal von den schönsten City Runs im deutschsprachigen Raum inspirieren und finde ein Event, das du in diesem Jahr noch erleben möchtest.

Wenn es gerade an Motivation mangelt, lese von den Erfahrungen anderer Läufer, zum Beispiel von Carsten beim City Run „Mein Freiburg Marathon“, wie Laufen und Erleben aussehen kann.

Wir wünschen dir und auch uns selbst eine tolle Rennsaison, Freude und Kreativität im Training, um neue Reize zu setzen, dass es nicht verkrampft und verbissen zugeht, sondern immer mit Gelassenheit, Humor und einem guten Gefühl für den eigenen Körper – damit du gesund und munter bleibst. Das gilt auch für andere Lebensbereiche: der Ernährung, den Entspannungsphasen, in der Arbeit und in deinen Beziehungen – viel Leichtigkeit und Unbeschwertheit.

In den kommenden Wochen wirst du bei uns eine Laufschuhmarke besser kennenlernen, die mit „fliegenden Finnen“ zu tun hat und dir vielleicht helfen könnte, noch mehr Lauffreude und Erfolg bei deinen Rennen zu bekommen: Karhu. Dafür werden wir mit Udo Kithier ein Interview führen, der bereits über 30 Marathons gefinisht hat und mit seiner Bestzeit von 2:38 Stunden auch einiges über Schnelligkeit zu erzählen hat.

Schau in die vielen Produkttests auf unserer Webseite, lass dich motivieren von Neuem überraschen. Sollten wir lieber auf einen Eiweißshake statt auf einen Energiedrink setzen? Und welche Textilien, Laufwesten und Utensilien helfen mir beim Training für die langen Strecken? Oder gibt es Straßenlaufschuhe, die zu 100% recycelbar sind?

Das und vieles mehr kannst du mit und bei uns entdecken.

Und nicht vergessen: „Alles mit Maß und Ziel“, wie es Goethe so schön sagte.

Viel Spaß bei deinen Läufen durch die City!

Deine Tabitha

Unterschrift Tabitha Bühne
Portrait Tabitha Bühne Chefredaktion RUNTiMES

Fotos: Tabitha Bühne, Mizuno, True Motion

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