Die Golden Trail World Series –
Trailrunning mit Gänsehauteffekt

Wo die besten Trail-Läufer der Welt aufeinandertreffen

Start des GTWS Chiemgautrail 2021

Foto: GTS_ChiemgauTrail21_Philipp Reiter

Ein Messen mit den Besten an den herausragendsten Lauforten

Bei den Golden Trail Series (GTS) handelt es sich um eine von Salomon ins Leben gerufene weltweite Trail Running-Wettkampfserie. Hier versammeln sich die weltbesten Athleten auf einer internationalen Bühne und kämpfen um den Einzug ins Finale.

Dass bei einem Trailrunning-Event an einer durchaus anspruchsvollen Strecke Massen von Zuschauern stehen und anfeuern, ist für viele Berg-, Wald- und Wiesenläufer undenkbar.

Doch bei den Golden Trail Series gelingt ein genialer Spagat: die Welt-Elite trifft aufeinander und Zuschauer kommen in Scharen, um das Spektakel ganz aus der Nähe mitzuerleben. Die GTWS hat einen regelrechten Hype entfacht.

Die Idee

Mindestens drei von sechs Qualifikationsrennen müssen absolviert werden. Geplant waren folgende Rennen: Olla de Nuria, Mont-Blanc Marathon, Dolomyths Run, Sierre-Zinal, Chiemgau Trail Run und Skyrhune.

Wer es unter die Top 11 schafft, wird zum Finale eingeladen. Läufer, die an drei der sechs Rennen teilnehmen, aber nicht zu den 11 Besten gehören, haben die Möglichkeit, auf eigene Kosten zum großen Finale zu reisen, solange es der Rahmen für die verfügbaren Startnummern zulässt.

Für die Besten im Deutschsprachigen Raum: die Golden Trail National Series

Neu in diesem Jahr waren die Golden Trail National Series – mit den prestigeträchtigsten Rennen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als deutsche Events mit im Programm waren: der Chiemgau Trail Run (45km), der Zugspitz Ultra Basetrail XL und im Oktober das Finale mit dem Rennsteig Herbstlauf.

In die Schweiz ging es zum Eiger Ultra E35. Österreich war mit dem Pitz Alpine Glacier Trail sowie der Mayrhofen Ulltraks „Middle“ vertreten.

Der Anreiz: Die Siegerin und der Sieger der Golden Trail National Series aus der DACH-Region bekommen eine Einladung zum großen Finale aller nationalen Serien auf den Kanaren und kann sich dort für die Golden Trail Championship 2022 qualifizieren.

El Hierro auf den Kanaren vor dem Abschlussrennen. Foto: GTS_ElHierro21_jsaragossa

Voraussetzung: Die Athleten müssen bei drei der fünf möglichen Wettkämpfe und beim Schusslauf (dem Rennsteiglauf am 3ten Oktober 2021) teilnehmen.

Die Top 3 des jeweils aktuellen Gesamtrankings werden für das nächste Rennen eingeladen und erhalten auch einen Zuschuss für die Reisekosten.

Ein Trailrunning-Spektakel der Extra-Klasse

Seit 2018 steht die Salomon Golden Trails Series für einige der bekanntesten und spektakulärsten Trailrunning-Strecken. Ob Mont Blanc Marathon, Zegama Aizkorri Marathon oder Pikes Peak Marathon – die Serie hatte das Ziel die Top-Läufer und beliebtesten Kultrennen zusammenzubringen. Höhepunkt ist natürlich das jährlich wechselnde Finale – wo die „creme de la creme“ der Bergläufer antreten und miteinander um das reizvolle Preisgeld kämpfen.

Übrigens: Bei den Preisgeldern gilt Gleichberechtigung: Frauen und Männer erhalten das gleiche Preisgeld. Insgesamt liegt die Summe der Preisgelder der gesamten Serie bei 160.000 Euro.

Golden Trail World Series ChiemgauTrail 2021

Foto: GTS-Chiemgautrail21-JSaragossa

Der Fokus liegt auf Kultevents

Die Golden Trail World Series will einzigartige Werte wie Parität, Gleichheit, Transparenz und Ehrlichkeit hochhalten und setzt ihren Fokus auf die derzeitigen Kultevents im Trailrunning.

Profisportler verdienen je nach Sportart mehr oder weniger gut. Im Trailrunning gibt es nur Einzelne, die ihren Lebensunterhalt durch ihren Sport zu bestreiten vermögen.

Die Serie soll der Förderung professioneller Trailrunner zugutekommen. Sie sollen als Spitzenathleten gebührend behandelt werden. Darüber hinaus sollen die GTWS zur Bekanntheit und zum Schutz der atemberaubenden Natur und Gegenden beitragen, in denen Trailläufer sich austoben und miteinander wetteifern.

Eine Besonderheit ist der große Andrang von Zuschauern. Die Fans sorgen für eine unvergessliche Stimmung. „Da können wir uns im deutschsprachigen Raum echt noch eine Scheibe abschneiden,“ sagt die mehrfache Transalpine-Siegerin Ida-Sophie Hegemann. „Da kriegt man echt Gänsehaut, wenn man von so vielen begeisterten Zuschauern den Berg hochgepeitscht wird. Das ist kaum in Worte zu fassen, wie sehr die Leute für den Trailsport brennen und uns mit großer Leidenschaft unterstützen.“

Korbinian Lehner aus dem Team Salomon hat durch die Serie neue Freundschaften geschlossen und wie Ida und viele andere Athleten die Begegnungen mit der Elite genossen. „Das ist so anders als zum Beispiel beim Fußball, wo sich mancher Star schon abschirmt und für was ganz Besonderes hält. Die Cracks auf den Trails dieser Welt sind total nett, überhaupt nicht abgehoben und nehmen sich gern mal Zeit für eine Unterhaltung. Die Szene ist einfach sehr transparent und herzlich, der Umgang respektvoll und freundschaftlich. Hier gibt jeder sein Bestes, jeder kämpft hart und gleichzeitig ist der Spaßfaktor enorm hoch.“

Alle sechs Rennen der GTS Serie wurden unter besonderer Berücksichtigung ausgewählt:

  • Eine besondere Kulisse
  • Eine herausfordernde Strecke
  • Eine besondere Kulisse, Geschichte und Atmosphäre für Teilnehmer und Zuschauer
  • Die ausgewählten Wettkämpfe stehen ganz oben auf der Wunschliste von vielen Läufern.

Manche Rennen mussten aufgrund der Pandemie leider aus dem Kalender gestrichen werden.

Nicht ganz so wie geplant und trotzdem unvergesslich

Das Finale findet nicht wie ursprünglich geplant in Argentinien statt, da die anhaltenden Einschränkungen bei Reisen dies nicht möglich machten. Stattdessen wurde für das Golden Trail World Final ein Rennen in El Hierro auf den Kanarischen Inseln ins Leben gerufen, das am 16. Oktober stattfindet.

Auch wenn einige Änderungen wegen der Corona-Pandemie vorgenommen wurden und einige Rennen ausfielen oder verschoben wurden gehören die GTS auf jeden Fall zu den läuferischen Highlights des Jahres 2021.

Am 25ten September hat die letzte Etappe der GTS in Frankreich auf der Skyrhune-Strecke stattgefunden (als Ersatz für Ring of Steall).

Bei den Männern konnte das Team Salomon die ersten sechs Plätze für sich gewinnen. Besonders stark waren in diesem Stian Angermund aus Bergen in Norwegen. Der Pole Bartlomiej Przedwojewski, auch „Bart“ genannt, konnte sich Platz 2 des Rankings erringen. Bart trat vor zwei Jahren dem internationalen Team bei und lief bei der Golden Trail Championship 2020 auf den Azoren allen davon. Nach dem willensstarken Trailrunner und ausgebildeten Feuerwehrmann kam der Italiener Davide Magnini ins Ziel.

Bei den Frauen lagen nach den Qualifikationsrennen die Schweizer Skibergsteigerin und Ultraläuferin Maude Mathys vorne, dahinter die Niederländerin und Zermatt-Marathonsiegerin Nienke Brinkman, gefolgt von der Französin Anais Sabrié.

Das große Finale: El Hierro – THE ONE RACE

Das Finale fand am 16. Oktober auf den Kanaren statt. Um 8.45 Uhr gingen die Finalisten an den Start. Die anspruchsvolle Strecke mit einigen heftigen Anstiegen und Downhills und die Hitze brachte einige der Läufer ganz schön ans Limit.  Vor allem die letzten elf Kilometer hatten es in sich. Die letzte krasse Steigung mit losem Sand- und Steinboden zwang selbst die schnellsten Läufer zum Gehen. Am Ende wartet noch ein Downhill, bevor es ins Ziel geht.

Überraschung der GWTS war auf jeden Fall die 27-jährige Studentin Nienke Brinkmann, die erst vor rund drei Monaten mit dem professionellen Trailrunning begonnen hat. Nienke hat früher Hockey gespielt und erst nach dem Umzug in die Schweiz den Spaß am Laufen entdeckt.

Streckenlänge: 36,9 Kilometer

Höhenmeter insgesamt: 5.978m

Bei den Männern war es ein sehr spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Italiener Francesco Puppi konnte sich durchsetzen und kam als Erster ins Ziel. Er konnte es kaum fassen – es handelte sich um seinen ersten Sieg in dieser Saison. Kurze Zeit später erreichte der Franzose Thibaut Baronian die Finishline. Drittschnellster wurde überraschend Stan Anders.

Maude Mathys (Team Salomon) aus der Schweiz kam als erste Frau ins Ziel. Die Niederländerin Nienke Brinkmann (Team Salomon war Zweitschnellste. Die Französin Anais Sabrié wurde Dritte.

Golden Trail World Series Anna Hahner beim ChiemgauTrail21

Foto: GTS_ChiemgauTrail21_Philipp Reiter

Auch „Trail-Neuling“ Anna Hahner, die mehrfache Transalpine-Gewinnerin Ida-Sophie Hegemann und der Orientierungsläufer Korbinian Lehner aus dem Team Salomon sprechen über ihre Erfahrungen mit der Weltelite des Trailrunning-Sports.

Unsere aktuellen Podcast-Folgen mit den Teilnehmern

Korbinian Lehner, Ida-Sophie Hegemann und Anna Hahner

Korbinian Lehner über Grenzerfahrungen, Rassismus, Nachhaltigkeit und Regenerationsbooster

Hier geht’s zum Steckbrief von Korbinian Lehner

Der spannende Talk mit Ida-Sophie Hegemann und ihr Lebensmotto: Was dich nicht umbringt, macht dich stärker!

Hier geht’s zum Steckbrief von Ida-Sophie Hegemann

Die Hahnertwins über Highlights, Herausforderungen und wie man sein Feuer wiederfindet

Hier geht’s zum Steckbrief von Anna und Lisa Hahner

Hier findest du weitere Details zu den einzelnen Läufen und Siegern sowie das Video des Finales: www.goldentrailseries.com

Zu unseren weiteren Events: Südthüringentrail, St. Moritz Running Festival mit Engadiner Sommerlauf, Zafiro Palma Marathon, Südtirol Special mit Rosengarten Schlern Skymarathon/Seiser Alm Halbmarathon/Villnöss Dolomiten Run oder Transalpine Run 2021