Trailrunning verändert die Art, wie viele Läufer ihren Urlaub erleben. Unsere Reportage aus Warth-Schröcken zeigt, warum Natur, Gemeinschaft und Regeneration dabei eine immer größere Rolle spielen.

Mehr als Höhenmeter – warum immer mehr Läuferinnen ihren Urlaub auf Trails verbringen

Keine Stunde nach der Anreise stehen wir bereits auf dem Trail. Das satte Grün der Hänge leuchtet, über den Wiesen ragen schroffe Felswände auf. Ein breiter Schotterweg führt zunächst an einem kleinen Bergsee vorbei, bevor der Untergrund anspruchsvoller wird. Wurzeln, Steine, loses Geröll. Plötzlich zählt nicht mehr, wie viele Höhenmeter noch vor uns liegen, sondern wohin der nächste Schritt setzt.

Trailrunning Warth-Schröcken

Braune Kühe grasen friedlich auf den Almen. Erst als wir uns mit einem lauten „Hallo“ bemerkbar machen, heben sie langsam den Kopf. Kühe sehen schlecht, erklärt unser Trailguide später. Wer sie überraschend passiert, erschreckt sie unnötig. Auch das gehört zum Trailrunning: die Natur lesen lernen.

Schon nach wenigen Minuten zerfällt die Gruppe in kleinere Grüppchen. Nicht jeder ist an die dünnere Luft auf knapp 1.600 Metern gewöhnt. Manche gehen die Anstiege bewusst im schnellen Power-Hike, andere traben locker weiter. Niemand schaut auf seine Uhr oder spricht über Pace.

Und genau in diesem Moment wird klar:
Wer beim Trailrunning nur ans Training denkt, verpasst vielleicht das Schönste.

Trailrunning Warth-Schröcken

Trailrunning verändert sich

Noch vor wenigen Jahren war Trailrunning vor allem mit Wettkämpfen, Ultramarathons und spektakulären Gipfeln verbunden. Heute scheint sich etwas zu verändern.

Immer mehr Läuferinnen fahren für ein verlängertes Wochenende in die Berge – um Abstand vom Alltag zu gewinnen. Sie suchen Bewegung, die entschleunigt. Natur, die den Kopf frei macht. Gemeinschaft statt Konkurrenz.

Trailrunning ist damit längst mehr als eine weitere Laufdisziplin geworden. Es verbindet Ausdauertraining, Wandern, Kraft, Koordination und Naturerlebnis auf eine Weise, die kaum eine andere Sportart bietet. Wer bergauf geht, schont den Puls. Wer bergab läuft, trainiert Balance, Reaktionsfähigkeit und Muskulatur. Dazwischen bleibt immer wieder Zeit, stehen zu bleiben und einfach zu schauen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Trailrunning gerade so viele Frauen begeistert.

Laufen heißt nicht immer laufen

Eine der größten Überraschungen für Einsteigerinnen: Trailrunner laufen erstaunlich wenig.

Zumindest bergauf.

Trailrunning Warth-Schröcken

Power-Hiking gehört genauso selbstverständlich dazu wie lockeres Traben oder schnelles Downhill-Laufen. Wer versucht, jeden Anstieg durchzulaufen, wird schnell merken, dass effizientes Gehen oft die bessere Wahl ist.

Die eigentliche Herausforderung wartet ohnehin bergab.

Hier entscheidet nicht die Kondition über das Tempo, sondern Technik.

Der Blick wandert zwei bis drei Meter voraus, nicht direkt vor die Füße. Die Knie bleiben leicht gebeugt, die Körpermitte angespannt. Gelaufen wird möglichst mit einem flachen Fuß, nicht über die Ferse. Das Gehirn verarbeitet den Untergrund direkt vor den Füßen automatisch – wer weiter nach vorne schaut, bewegt sich sicherer und flüssiger.

Trailrunning fordert deshalb nicht nur Muskeln, sondern auch Aufmerksamkeit.

Und genau das macht den Kopf frei.

„Trailrunner sind Kinder.“

Diesen Satz sagt Jennifer Romanowski fast nebenbei. Und doch bleibt er hängen.

Trailguide Jenny Romanowski, linksJenny Romanowski (li.) repräsentiert Trailrunning in der Region Warth-Schröcken als Mutter und Familienmensch – ohne leistungsorientiert zu sein

Weil sie neugierig bleiben – über Steine springen, an Bergseen stehen bleiben, über Blumen sprechen oder sich gemeinsam über eine besonders schöne Aussicht freuen.

Romanowski lebt genau diese Haltung. Die Ultraläuferin organisiert gemeinsam mit Warth-Schröcken regelmäßig Trailcamps – darunter auch reine Frauen-Camps. Wettkämpfe gehören zwar zu ihrem Leben, doch wichtiger als Platzierungen ist für sie etwas anderes.

Die Gemeinschaft.

„Ich fahre nicht zu Rennen, um zu gewinnen. Ich fahre wegen der Community.“

Diese Haltung passt erstaunlich gut zur Entwicklung des Trailrunning. Die Szene wirkt offen. Auf den Wegen wird gegrüßt, Platz gemacht und gegenseitig geholfen. Neue Freundschaften entstehen oft schon nach wenigen gemeinsamen Kilometern.

Während andere Sportarten häufig vom Leistungsvergleich geprägt sind, scheint Trailrunning einen anderen Wert in den Mittelpunkt zu stellen:

Gemeinsam draußen unterwegs sein.

Trailrunning Warth-SchröckenAuf den Trails rund um Warth-Schröcken waren wir mit der Mammut Aenergy Trailrunning-Kollektion unterwegs.

Warth-Schröcken: Eine Region, die Trailrunning neu denkt

Viele Tourismusregionen werben mit spektakulären Gipfeln, aussichtsreichen Wanderwegen oder anspruchsvollen Mountainbike-Strecken. Warth-Schröcken geht einen anderen Weg.

Die beiden kleinen Walsergemeinden mit jeweils rund 200 Einwohnern waren lange vor allem als schneesicheres Skigebiet bekannt. Doch der Sommer gewinnt an Bedeutung – und mit ihm Trailrunning.

„Vor zwei Jahren haben wir gemeinsam mit Trailrunning-Experte Gerry Gstettner eine Strategie entwickelt und unsere Touren neu gedacht“, erzählt Angela Schwarzmann von Warth-Schröcken Tourismus. Statt einzelne Strecken auszuweisen, entstand ein durchgängiges Wegenetz mit ausgeschilderten Touren, Trailguides und einer Infrastruktur, die Orientierung gibt und gleichzeitig Raum für individuelle Erlebnisse lässt.

Trailrunning Warth-Schröcken Beschilderung

Dabei spielt der Ausgangspunkt eine entscheidende Rolle: Viele Touren beginnen bereits auf rund 1.600 Metern Höhe. Wer hier startet, ist schnell mitten in der alpinen Landschaft – ohne zunächst stundenlang Höhenmeter sammeln zu müssen.

Die Berge werden zum Abenteuerspielplatz. Nicht nur für ambitionierte Trailrunner, sondern genauso für Menschen, die zum ersten Mal einen schmalen Bergpfad unter den Laufschuhen spüren.

Der Berg ist kein Fitnessstudio

„Trailrunning beginnt dort, wo die Pace unwichtig wird.“

Dieser Satz begleitet uns immer wieder während der Tage in Warth-Schröcken.

Mal zwingt ein steiler Anstieg zum schnellen Gehen. Dann folgt ein flowiger Singletrail, auf dem die Schritte plötzlich fast wie von selbst laufen. Wenige Minuten später steht man auf einem schmalen Grat und bleibt automatisch stehen, weil die Aussicht jede Eile vergessen lässt.

Gerade diese Wechsel machen den Reiz aus. Trailrunning ist abwechslungsreicher als ein klassischer Dauerlauf. Es verbindet Laufen, Gehen, Klettern, Schauen und Erleben. Genau deshalb fühlt sich ein langer Tag in den Bergen oft weniger anstrengend an als ein gleich langer Lauf auf Asphalt.

Eine Unterkunft, die Trailrunner versteht

Wer mehrere Stunden in den Bergen verbringt, stellt an eine Unterkunft andere Anforderungen als klassische Urlaubsgäste.

Berghaus Schröcken

Im Berghaus Schröcken merkt man schnell, dass hier Menschen geplant haben, die selbst gerne draußen unterwegs sind.

Das Berghaus versteht sich vielmehr als Treffpunkt für Bergfreundinnen und Bergfreunde. Nach der Tour kommen Gäste auf der Terrasse zusammen, erzählen von ihren Erlebnissen und schmieden Pläne für den nächsten Tag. Ein wichtiger Teil dieses Konzepts ist der hauseigene Berg- und Outdoor-Guide Andi. Er begleitet Gäste auf Trailrunning-Touren genauso wie Familien auf kürzeren Wanderungen und passt die Touren an Erfahrung, Kondition und Interessen der Gruppe an. So entstehen Bergerlebnisse, die individuell bleiben und dennoch verbinden.

„Wir wollten kein Hotel bauen, sondern ein Lebensgefühl schaffen“, erzählt Geschäftsführerin Stefanie Schwarzmann. Gemeinsam mit ihrer Familie – alle Tischler – entwickelte sie die Idee eines Hauses, das den Charme einer Berghütte mit dem Komfort eines Hotels verbindet. Regional, unkompliziert und offen.

Dass Bewegung in den Bergen heute weit mehr sein kann als sportliche Leistung, zeigt auch ein neues Projekt des Berghauses Schröcken. Mit INDIE Wandern hat Gastgeberin Steffi ein Qualitätskonzept für sportliche Wanderurlaube mit Fokus auf Regeneration entwickelt. Kraft tanken, klar werden, Berge erleben – diese drei Gedanken stehen im Mittelpunkt.

INDIE bedeutet dabei, unabhängig und selbstbestimmt unterwegs zu sein. Jede Partnerregion stellt Gästen fünf sorgfältig ausgewählte Rundwanderungen direkt ab dem Hotel zur Verfügung. Ein Konzept, das perfekt zu einem Zeitgeist passt, in dem viele Menschen draußen vor allem eines suchen: Bewegung, die entschleunigt.

Vielleicht ist genau das der größte Luxus in einer Zeit, in der vieles immer schneller wird.

Gemeinschaft statt Vergleich

Auch Gerry Gstettner beobachtet diese Entwicklung seit Jahren. Der Tourismusstratege gehört zu den Pionieren des Trailrunning-Tourismus im Alpenraum und hat früh erkannt, dass sich die Zielgruppe verändert.

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Gerry Gstettner und Angela Schwarzmann im Gespräch 

„Viele aus der Generation Z beginnen heute direkt mit Trailrunning“, sagt er. Den klassischen Weg über den Straßenlauf gehen längst nicht mehr alle.

Gleichzeitig ist die Szene erstaunlich reisefreudig. Wer einen besonderen Trail entdeckt, teilt Fotos und Videos in sozialen Netzwerken und wird damit selbst zum Botschafter einer Region.

Doch Gstettner sieht noch einen weiteren Vorteil: Trailrunning benötigt vergleichsweise wenig zusätzliche Infrastruktur. Die Wege sind bereits da. Entscheidend ist vielmehr, sie sinnvoll zu verbinden, gut zu beschildern und Gästen Orientierung zu geben.

Genau das ist in Warth-Schröcken gelungen.

Ein dichtes Wegenetz, Bergbahnen, Wanderbusse und geführte Touren ermöglichen es, Strecken individuell zusammenzustellen – unabhängig davon, ob jemand zum ersten Mal Trailrunning ausprobiert oder bereits viele alpine Kilometer gesammelt hat.

Besonders angenehm fällt dabei eines auf: Mountainbiker begegnen einem auf vielen Strecken nur selten. Konflikte auf den Wegen, wie sie in manchen Alpenregionen inzwischen zum Alltag gehören, bleiben hier weitgehend aus. Gerade für Einsteigerinnen sorgt das für ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit und Ruhe.

Trails in Warth-Schröcken

Warum Trailrunning gerade Frauen begeistert

Vielleicht liegt die größte Stärke des Trailrunning gar nicht in den Bergen, sondern in der Atmosphäre.

Während viele Sportarten von Zeiten, Platzierungen und Vergleichen geprägt sind, entsteht auf den Trails oft etwas anderes. Man wartet aufeinander. Teilt Verpflegung. Gibt Tipps für schwierige Passagen. Freut sich gemeinsam über den Blick vom Gipfel.

Es sind genau diese Momente zwischen Start und Ziel, die viele Läuferinnen immer wieder zurück in die Berge ziehen.

Trailrunning Warth-Schröcken

Jeder Traillauf hat seine eigene Magie

Am zweiten Tag führt unsere Tour über die Bargunt Hochalpe, den Seekopf, vorbei an der Widdersteinhütte, weiter über den Tschirggen bis zur Drexelalpe und zurück zum Parkplatz Hochkrumbach. Rund 13 Kilometer, etwa 700 Höhenmeter. Der höchste Punkt liegt auf knapp 2.000 Metern.

Schon der erste Anstieg macht deutlich, dass sich die Höhe bemerkbar macht. Die Schritte werden kürzer, der Atem tiefer. Wer aus dem Flachland anreist, braucht ein wenig Geduld mit dem eigenen Körper. Gleichzeitig wächst mit jedem Höhenmeter das Panorama. Der Blick reicht über saftig grüne Hänge bis zu den markanten Felsformationen des Vorarlbergs.

Es sind diese Kontraste, die den Reiz der Tour ausmachen. Flowige Passagen wechseln sich mit schmalen Bergpfaden ab, kurze technische Abschnitte fordern Konzentration, wenig später lädt eine Hütte zur Pause ein. Immer wieder bleibt jemand stehen, um den Ausblick zu genießen oder einfach einen Moment innezuhalten.

Dabei entsteht eine Erkenntnis, die sich wie ein roter Faden durch die Tage zieht: Trailrunning verändert den Blick auf Bewegung.

Der Weg wird wichtiger als das Tempo.

Wir springen über Steine, balancieren über Wurzeln und freuen sich über kleine Dinge. Der Gipfel wird gefeiert, genauso wie ein kalter Gebirgsbach, eine neugierige Murmeltierfamilie oder die wohlverdiente Brotzeit auf einer Berghütte.

Vielleicht liegt genau darin der Reiz dieser Sportart: Trailrunning schafft Raum für Erlebnisse, die im Alltag oft verloren gehen. Für Freundschaften, die sich auf einem gemeinsamen Trail entwickeln.

guides-fotografen-all-out

Eine Region, die den Zeitgeist trifft

Warth-Schröcken hat diesen Wandel früh erkannt.

Die Region investiert gezielt in ausgeschilderte Trailrunning-Strecken, Trailguides, Bergbahnen, Wanderbusse und Angebote für unterschiedliche Leistungsniveaus. Gleichzeitig bleibt der Charakter der Landschaft erhalten. Die Wege wirken ursprünglich, die Natur steht im Mittelpunkt und auch das vergleichsweise geringe Mountainbike-Aufkommen sorgt für entspannte Touren.

Gerade für Läuferinnen, die erste Erfahrungen im alpinen Gelände sammeln möchten, entsteht dadurch ein Umfeld, das Sicherheit vermittelt und gleichzeitig Lust auf mehr macht.

Wer anspruchsvollere Touren sucht, findet sie ebenso. Diese Bandbreite dürfte einer der Gründe sein, weshalb Trailrunning hier mehr ist als ein touristisches Angebot. Es gehört inzwischen zum Selbstverständnis der Region.

Trails in Warth-Schröcken

Vielleicht suchen wir genau das

Trailrunning boomt – weil viele Menschen in den Bergen etwas finden, das im Alltag selten geworden ist: Ruhe, Weite, echte Begegnungen und das gute Gefühl, für ein paar Stunden ganz im Moment zu sein.

Vielleicht erklärt das auch, warum immer mehr Läuferinnen ihren Aktivurlaub in den Bergen verbringen.

Sie sammeln dabei weit mehr als Höhenmeter.

Sie nehmen Erinnerungen mit nach Hause.

Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis dieser Tage in Warth-Schröcken:

Wer beim Trailrunning nur ans Training denkt, verpasst vielleicht das Schönste.

Marit Böhmer und Hotel-Guide Andi

Wichtige Links

Region https://warth-schroecken.com  | @warthschroecken

Berghaus Schröcken https://www.berghaus-schroecken.at/ | @berghaus_schroecken

Trailcamps mit Jenny https://freilaufzeit.de | @freilaufzeit

50 schöne Laufevents: https://run-times.de/laufgeschichten/events/laufkalender

Fotos: @quer.feld.zwei | Warth-Schröcken Tourismus

Packliste für einen Trailrunning-Tag in den Bergen

Trailrunning-Schuhe

Ein griffiger Trailschuh mit gutem Halt auf Fels, Schotter und Wurzeln ist Pflicht. Die Außensohle hat ein Stollen-Profil für hohen Grip auf nassem, rutschigem oder steilen Terrain. Auf unserer Tour waren wir mit dem neuen Mammut Aenergy unterwegs. → Zu unseren Laufschuh-Tests

Laufweste

Eine gut sitzende Laufweste bietet Platz für Verpflegung, Regenjacke und Wechselkleidung. Speziell für Frauen entwickelt wurde beispielsweise die Laufweste von deuter (→ RUNTiMES-Test). Überraschend gut saß auf unserer Tour aber auch die Mammut Aenergy Vest als Unisex-Modell – mit durchdachter Fächeraufteilung und gutem Tragekomfort.

Trailrunning-Stöcke

 (je nach Tour) Bei längeren oder sehr steilen Anstiegen können leichte Faltstöcke die Beine deutlich entlasten und helfen, Kraft für die Downhills zu sparen.

Flasks

Mindestens 1 bis 1,5 Liter Wasser mitnehmen. Praktisch sind Soft Flasks. Wer unterwegs Wasser aus Bächen oder Quellen auffüllen möchte, kann einen Trinkfilter wie den Katadyn BeFree nutzen.

Regenjacke und trockene Kleidung

Regenjacke
Das Wetter kann in den Bergen innerhalb weniger Minuten umschlagen. Eine leichte, wasserdichte Regenjacke gehört deshalb immer in die Laufweste – selbst bei Sonnenschein.

Trockene Kleidung
Ein trockenes Outfit oder eine leichte Jacke für nach der Tour erhöhen den Komfort deutlich. Am besten in einer Plastiktüte oder einem wasserdichten Packsack verstauen – so bleibt alles auch bei Regen trocken.

Sonnenschutz

Sonnencreme, Sonnenbrille und bei längeren Touren eine Kappe nicht vergessen. Auf 2.000 Metern ist die UV-Belastung deutlich höher als im Tal.

Energie für unterwegs

Je nach Tour Riegel, Gels oder andere gut verträgliche Snacks einpacken. Hütten laden zwar zur Einkehr ein, trotzdem sollte man sich nicht ausschließlich darauf verlassen.

Für den Notfall

Notfall-Kit
Ein kleines Erste-Hilfe-Set, Blasenpflaster, Rettungsdecke und je nach Tour eine Stirnlampe gehören in jede Laufweste.

Handy mit Notfallnummern
Das Smartphone gehört vollständig geladen in die Laufweste. Offline-Karten sind in den Bergen oft hilfreich, ebenso die Notrufnummern der jeweiligen Region.

Bergversicherung
Prüfe deine Krankenversicherung vor der Anreise. Eine spezielle Bergversicherung ist empfehlenswert, um hohe Kosten bei einer Bergrettung zu vermeiden. Tipps: Alpenvereine oder Travelsecure

Gute Trailhotels denken an die kleinen Dinge

Nach einem langen Tag in den Bergen zählen oft die Details:

  • Wäscheständer auf dem Zimmer
  • kostenloses Wasser
  • Sauna oder Eistonne zur Regeneration
  • frühes oder flexibles Frühstück
  • energiereiche Mahlzeiten nach der Tour

Gerade diese Kleinigkeiten entscheiden darüber, wie erholt man am nächsten Morgen wieder auf den Trail startet.

Trailrunning-Insights

Beim Downhill entscheidet Technik – und ein bisschen Mut

Bergab wird das Tempo höher, gleichzeitig steigt die Konzentration. Hilfreich ist:

  • Ausschließlich mit Trailrunning-Schuhe mit kleinen Stollen laufen.
  • Bauchmuskulatur aktiv anspannen.
  • Knie leicht gebeugt halten.
  • Mit einem eher flachen Fuß aufsetzen – so wird der Vorfuß etwas entlastet
  • Niemals mit der Ferse aufsetzen – so greift der Schuh und beweist Grip
  • Den Blick zwei bis drei Meter nach vorne richten. Das Gehirn verarbeitet den Untergrund direkt vor den Füßen automatisch, der Blick nach vorne sorgt für mehr Sicherheit und einen flüssigeren Laufstil.

Wasser musst du nicht immer mitschleppen

Auf vielen alpinen Touren kannst du deine Flasks unterwegs an Bächen oder Quellen auffüllen. Praktisch sind Trinkflaschen mit integriertem Filter, etwa der Katadyn BeFree 0,5 L Ultraslim. Der Hohlfaserfilter entfernt Partikel und Mikroorganismen, Aktivkohle verbessert zusätzlich den Geschmack. So bist du unabhängiger unterwegs.

Kühe haben Vorfahrt

Almkühe sehen vergleichsweise schlecht und erschrecken leicht, wenn Läufer plötzlich lautlos direkt vor ihnen auftauchen. Deshalb empfiehlt es sich, sich frühzeitig mit der Stimme bemerkbar zu machen, ausreichend Abstand zu halten und ruhig vorbeizugehen.

Laufevents & Trailrunning-Camps in Warth-Schröcken

Wer das Trailrunning in Warth-Schröcken gemeinsam mit anderen erleben möchte, findet über das Jahr verteilt verschiedene Angebote. Regelmäßig finden Trailrunning-Camps statt – darunter auch ein reines Frauen-Camp mit Ultraläuferin Jennifer Romanowski und Sabrina. Die Camps richten sich an unterschiedliche Leistungsniveaus und verbinden Technik, Bergerlebnis und Gemeinschaft.

Ein besonderes Highlight ist die Seven Summits Tour Schröcken. Der Extrem-Berglauf beziehungsweise die alpine Weitwanderung führt über sieben Gipfel, umfasst rund 50 Kilometer und 4.300 Höhenmeter. Gleichzeitig steht die Veranstaltung im Zeichen des guten Zwecks und unterstützt Projekte in Tibet und Nepal.

Wer erste Erfahrungen auf längeren alpinen Strecken sammeln möchte, findet mit der Rookie Summits Tour den passenden Einstieg. Die Strecke führt über einen Gipfel, ist 19 Kilometer lang und umfasst 1.370 Höhenmeter. Die nächste Austragung findet am 5. September 2026 statt.

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