Wer zum ersten Mal bei einem Laufwettkampf startet, denkt an Pace, Verpflegung und Ausrüstung. Doch auch auf der Strecke gibt es einige ungeschriebene Regeln. Wir zeigen, worauf es bei Start, Überholen und Verpflegung ankommt.

Ungeschriebene Regeln und Tipps beim ersten Laufwettkampf

Die Startnummer ist befestigt, die Laufschuhe sind geschnürt und die Aufregung steigt: Der erste Laufwettkampf ist für viele Läuferinnen ein besonderer Moment. Während Pace, Verpflegung und Ausrüstung meist gut vorbereitet sind, gibt es ein Thema, über das vor dem ersten Rennen erstaunlich wenig gesprochen wird: Wie verhält man sich eigentlich in einem großen Läuferfeld?

Läuferfeld beim Start des BMW Berlin-Marathon

Gerade bei gut besuchten 10-Kilometer-Läufen, Halbmarathons und Marathons treffen unterschiedliche Tempi, Erfahrungen und Ziele aufeinander. Wer plötzlich mitten auf der Strecke stehen bleibt, sich im falschen Startblock einordnet oder an einer Verpflegungsstation abrupt abbremst, kann andere behindern und im ungünstigsten Fall einen Sturz verursachen.

Viele Regeln ergeben sich aus gegenseitiger Rücksichtnahme. Einige kennt man allerdings erst, wenn man selbst ein paar Wettkämpfe gelaufen ist. Laufblogger Daniel vom Sports Insider hat seine Erfahrungen aus zahlreichen Rennen deshalb in einem ausführlichen Läufer-Knigge zusammengetragen. Wir greifen drei Situationen auf, die für den ersten Wettkampf besonders hilfreich sind, und ordnen sie aus RUNTiMES-Sicht ein.

Wer zum ersten Mal an der Startlinie steht, muss keine umfangreichen Regeln auswendig kennen. Vieles ergibt sich aus Rücksichtnahme und einem aufmerksamen Blick auf das Geschehen rundherum. Drei Situationen sind besonders wichtig, weil es hier bei größeren Laufveranstaltungen schnell eng und unübersichtlich werden kann.

Läuferinnen beim BMW Berlin-Marathon

Am Start: Realistisch einordnen

Gerade bei größeren Laufevents sorgen Startblöcke dafür, dass Läufer mit ähnlichem Tempo gemeinsam starten. Eine realistische Einordnung macht den Start für alle entspannter und reduziert unnötige Überholmanöver auf den ersten Metern. Wer zum ersten Mal dabei ist, muss sich also keineswegs möglichst weit vorne positionieren. Entscheidend ist, vom Start weg im eigenen Tempo laufen zu können.

Auf der Strecke: Bewegungen berechenbar machen

Ein kurzer Stopp, um die Uhr zu bedienen, einen Schuh zu binden oder eine Gehpause einzulegen, kann in einem dichten Läuferfeld überraschend gefährlich werden. Deshalb gilt: Erst an den Rand orientieren und dann das Tempo reduzieren. Auch wer die Laufspur wechseln oder eine Verpflegungsstation ansteuern möchte, sollte sich vorher orientieren und nicht abrupt die Richtung ändern.

An der Verpflegung: Erst Platz schaffen, dann trinken

Besonders an großen Verpflegungsstationen entsteht schnell Gedränge. Wer Wasser oder Verpflegung aufnehmen möchte, muss dafür nicht abrupt am ersten Tisch stehen bleiben. Häufig verteilt sich das Feld über die Länge der Verpflegungsstation besser. Wer zum Trinken eine Gehpause braucht, orientiert sich anschließend an den Rand.

Läuferin im Ziel des Gernali 5k in Berlin

Fotos: SCC Events | Sebastian Wells

Der ausführliche Läufer-Knigge beim Sports Insider

Wer tiefer einsteigen möchte: Was gilt beim Überholen? Wie verhält man sich im Zielbereich? Und welche kleinen Regeln machen einen großen Unterschied, wenn viele Läufer gleichzeitig unterwegs sind? Daniel vom Sports Insider hat seine Erfahrungen aus zahlreichen Laufveranstaltungen in seinem ausführlichen Läufer-Knigge zusammengestellt.

→ Zum ausführlichen Wettkampf-Knigge bei Sports Insider

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