Staudensellerie – Superfood für Läufer

Bei Staudensellerie denkt man schnell an einen gruseligen Gemüse-Smoothie für spaßfreie Gesundheitsapostel – doch damit ist jetzt Schluss. Denn die hellgrünen Stangen sind sehr lecker und alles andere als langweilig.

staudensellerie

Warum Staudensellerie ein Superfood für Läufer ist

Saison: Mai bis September

Was ist Staudensellerie?

Schon seit dem Mittelalter ist der Stangensellerie in Europa heimisch, doch der Doldenblütler wurde lange unterschätzt. Jetzt findet man ihn in den verschiedensten Rezepten. Vor allem in den USA, in England und im Mittelmeerraum hat er viele Fans.

Staudensellerie als Superfood für Sportler

„Willst du auch eine Ameisenstraße probieren?“ Ich stutze. Meine Lauffreundin Anna ist so begeistert, dass ich nicht sofort „Nein!“ sage. „Das wird von vielen Sportlern in Australien geliebt!“

Sportfreunde aus der Schweiz hatten diese Leckerei kürzlich bei einer Radtour dabei und sie mal probieren lassen: Staudenselleriestangen mit Erdnussbutter und Rosinen. „Das ist der absolute Booster für Sportler – echt, musst du mal probieren!“ Und tatsächlich: es schmeckt!

Warum ist Staudensellerie so gesund?
Die knackigen grünen Stangen bestehen bis zu 90% aus Wasser und gehören zu den kalorienärmsten Gemüsesorten: 100 g Staudensellerie enthalten gerade mal 18 Kalorien. Zudem versorgen sie uns mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Natrium, Kalzium sowie mit zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen und den Vitaminen A, B, C und E.

Wirkung von Staudensellerie
Staudensellerie ist harntreibend, hilft beim Entschlacken und soll antibakteriell, beruhigend und entspannend wirken. Bluthochdruck und Ödemen soll vorgebeugt werden.

Positive Effekte des Staudensellerie für Sportler:

·   Liefert Mineralstoffe und Vitamine

·     Wirkt antibakteriell – bremst Viren, Bakterien und Pilze aus

·     Stärkt und beruhigt den Magen mit seinen Bitterstoffen

·     Soll anregend wirken

·     Hilft der Verdauung

Wie schmeckt Staudensellerie am besten?
Staudensellerie ist unheimlich vielseitig: die Stangen eignen sich hervorragend für Salate, Beilagen, Suppen – oder auch als Smoothie. Mit dem fein würzigen Aroma geben die Stangen vielen Gerichten eine besondere Würze. Uns schmeckt sie am besten in einer Suppe mit Kartoffeln.

Kann man Staudensellerie auch roh essen?
Absolut. Man kann die Stangen als Rohkostbeilage knabbern oder auch Obst- und Gemüsesäfte pimpen. Auch die Blätter sind lecker und werden oft als Kräuter verwendet. Sie sind viel zu schade für den Biomüll, sind aromatisch und gesund – erinnern ein wenig an den Geschmack von Petersilie und können wie dieser eingesetzt werden.

Zubereitung und Lagerung:
Staudensellerie unverpackt kaufen, vor dem Verzehr putzen, waschen und die Wurzelansätze entfernen. Das Gemüse hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen, sollte aber getrennt von Obst aufbewahrt werden.

Tipp für Hobby-Gärtner:
Man kann Staudensellerie auch selbst im eigenen Garten anbauen – idealerweise an einem sonnigen und warmen Standort. Der einfachste Weg ist es, ab Mitte Mai die Jungpflanzen zu kaufen und einzusetzen.

Schwangere und Allergiker sollten aufpassen:
Bei manchen Allergikern (zum Beispiel bei Birkenpollen-Allergikern) kann beim Verzehr von Staudensellerie eine Kreuzallergie auftreten. Schwangere und Nierenkranke sollten sich was anderes zum Knabbern suchen.

Super einfaches Rezept für Läufer:
Eine Stange Staudensellerie mit Erdnussbutter und Rosinen genießen

Nährwerte von Staudensellerie pro 100g
Kalorien 18 kcal/75 KJ
Kohlenhydrate 2,0g
Eiweiß 1,0g
Fett 0,2g
Ballaststoffe 2,3g

Autor: Sven Rathert von Reymers Hofladen

Weitere gesunde Lebensmittel und Rezepte findest du in Läuferfood.