Trailrunning Camps erklärt: Was dich erwartet, wie du dich vorbereitest und warum die Community das Ganze erst richtig besonders macht.
Trailrunning lernen im Camp: Warum ein Trailrunning Camp der beste Einstieg für das Laufen in den Bergen ist
Von Trailrunning Guide & Coach und Athletin Manuela Dietzinger
Trailrunning fasziniert immer mehr Läufer und beginnt oft mit dem Wunsch nach Abwechslung: raus aus dem Alltag, weg vom eintönigen Laufen auf dem Asphalt, hinein in die Natur.
Schon nach den ersten Schritten auf schmalen Trails spürt man, was diesen Sport so besonders macht: abwechslungsreiche Anstiege, spielerische Downhills und das Laufen auf unterschiedlichstem Untergrund machen jede Einheit zu einem neuen Erlebnis – und bringen zugleich neue, spannende Anforderungen mit sich.
Genau hier setzen Trailrunning Camps an. Sie bieten einen strukturierten Einstieg, vermitteln Technik und theoretisches Wissen rund ums Trailrunning, geben Sicherheit im Gelände – und schaffen etwas, das viele unterschätzen: ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Was ist Trailrunning überhaupt?
Trailrunning bedeutet Laufen abseits der Straße – auf Trails, also schmalen Wegen durch die Natur, oft über Wurzeln, Steine oder alpine Pfade. Im Unterschied zum klassischen Straßenlauf steht hier nicht nur die Geschwindigkeit im Fokus, sondern vor allem das Erlebnis draußen.
Dabei geht es auch um mehr als nur Laufen: Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl für Technik, Körper und Gelände. Man lernt, Untergründe einzuschätzen, sich sicher zu bewegen und Themen wie Wetter, Ausrüstung oder Verpflegung ganz selbstverständlich mitzudenken – Schritt für Schritt und mit viel Spaß an der Bewegung.
Ein besonderer Teil des Trailrunnings ist auch die starke Community: Man motiviert sich gegenseitig, teilt Erfahrungen und erlebt gemeinsam unvergessliche Momente in der Natur.
Warum ein Trailrunning Camp der perfekte Einstieg ist?
Klar, du kannst auch allein ins Trailrunning starten – aber gemeinsam geht es oft leichter, schneller und macht deutlich mehr Spaß.
Typische Hürden am Anfang
- Unsicherheit bei der Streckenwahl
- fehlende Technik im Gelände
- wenig Erfahrung bei Orientierung & Co
Genau hier kommen Trailrunning Camps ins Spiel: Sie geben dir einen sicheren Rahmen, in dem du dich Schritt für Schritt weiterentwickeln kannst – ohne Druck, dafür mit viel Unterstützung.
Das erwartet dich
- Erfahrene Guides, die passende Trails auswählen
- Gezieltes Techniktraining (Uphill, Downhill, Stöcke)
- Direktes Feedback zu deiner Lauftechnik
- Praktische Tipps zu Training, Wettkampf, Ernährung, Ausrüstung & Regeneration
- Sinnvoll strukturierte Inhalte, die aufeinander aufbauen
- Testequipment wie Schuhe, Westen, Stöcke oder Nutrition
Der größte Vorteil: Du bist nicht allein unterwegs. In der Gruppe entsteht eine besondere Dynamik – man motiviert sich, lernt voneinander und wächst gemeinsam über sich hinaus.
Das Ergebnis: Mehr Sicherheit im Gelände, schnellere Fortschritte – und vor allem richtig viel Spaß auf den Trails.
Fragen und Antworten rund um ein Trailrunning Camp in den Bergen
Welche Rolle spielt Technik im Trailrunning – und was lerne ich im Camp konkret?
Im Trailrunning zählt oft die Technik mehr als das Tempo. Schon kleine Anpassungen machen einen großen Unterschied – bergauf, bergab und auf technischem Untergrund. Gleichzeitig hilft saubere Technik, Überlastungen und Verletzungen vorzubeugen.
Im Trailrunning Camp lernst du das direkt draußen auf den Trails: mit gezielten Tipps, Feedback und viel Praxis – inklusive des effizienten Einsatzes von Stöcken für mehr Entlastung und Flow und ein besseres Gefühl für Bewegung, Rhythmus und Sicherheit auf dem Trail.
Wie verbindet ein Trailrunning Camp Theorie und Praxis?
Viele Aspekte des Trailrunnings versteht man erst richtig, wenn man sie selbst erlebt – etwa, wie man auf Wetterumschwünge reagiert, welche Ausrüstung auf welcher Art von Trail wirklich sinnvoll ist oder wie man eine Tour realistisch plant.
Genau hier liegt die Stärke eines Trailrunning Camps: Theorie und Praxis greifen ineinander: Inhalte aus kurzen Workshops oder Vorträgen – etwa zu Wetter, Ausrüstung oder Tourenplanung – werden direkt draußen auf den Trails angewendet.
So entsteht ein Lernprozess, der deutlich nachhaltiger ist: Du hörst nicht nur, wie es funktioniert, sondern erlebst es unmittelbar im Gelände.
Welche Voraussetzungen und Kondition sollte ich für ein Trailrunning Camp in den Alpen mitbringen?
Meine Trailrunning Camps in Österreich und Deutschland richten sich sowohl an Einsteiger, Genussläufer und als auch an Fortgeschrittene – entscheidend ist vor allem die Freude an Bewegung in der Natur.
Du solltest:
- Etwa 2–3 Stunden am Stück in lockerem Tempo laufen können
- Grundlegende Trittsicherheit auf einfachen Trails und Schwindelfreiheit
- Motivation mitbringen, Technik zu lernen und in der Gruppe zu trainieren
In meinen Camps laufen wir gemeinsam als Gruppe – ein Konzept, das sich seit 2018 bewährt hat. Dabei bleibt jeder in seinem eigenen Tempo, ganz entspannt und unabhängig vom Level.
An wichtigen Punkten wie Weggabelungen sammeln wir uns wieder, machen kurze Pausen und genießen die Zeit zusammen. Erfahrene Guides führen und sichern die Gruppe, sodass alle Leistungsniveaus optimal betreut sind. Bei Bedarf teilen wir uns auch in kleinere Gruppen auf.
Ein Trailrunning Camp ist kein Wettkampf. Im Fokus stehen Spaß, nachhaltiges Training und das gemeinsame Erlebnis in der Natur.
Welche Ausrüstung brauche ich für ein Trailrunning Camp?
- Wir halten das Gepäck beim Laufen so minimal wie möglich, damit dein Trailrunning Rucksack schön leicht bleibt. Trotzdem brauchst du ein paar Basics – schließlich scheint nicht immer die Sonne und wir sind nicht die ganze Zeit in Bewegung.
In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern und ist oft schwer vorherzusagen. Nimm daher je nach Forecast auch warme Kleidung mit.
Dein Guide sagt dir vor dem Lauf nochmal genau, was du brauchst:
- Trailrunning Schuhe mit Profil
- Laufrucksack / Laufweste
- Wasserbehälter (Flasks/Trinkflaschen oder Trinkblase mind. 1 Liter)
- Notfallpfeife (oft am Rucksack bereits integriert)
- Wasserdichte Regenjacke empfohlen (Wassersäule 10-20.000 empfohlen)
- Wetteradäquate Laufbekleidung (lange & kurze Hose, langes & kurzes Laufshirt)
- wasserdichte Laufhose
- Handschuhe, Mütze und/oder Stirnband, Buff und Cap
- Sonnenbrille, Sonnencreme (je nach Wetterbedingungen),
- Kleines Erste-Hilfe-Set mit Notfalldecke, Kompresse, Pflaster, (ggf. Blasenpflaster)
- Stirnlampe
- Sportbekleidung für Yoga-/Mobility/Krafttraining
- Verpflegung für unterwegs: Gels und Riegel, Trockenfrüchte, Elektrolyte etc.
- Sportuhr mit GPS
LEIHMATERIAL:
- Trailrunning Schuhe, Trail-Westen und Regenjacken von adidas TERREX
- Trailrunning Stöcke von LEKI
Brauche ich Vorerfahrung fürs Trailrunning im Gelände?
Grundsätzlich ist eine Vorerfahrung im Gelände nicht erforderlich. Es kommt auf die Ausrichtung des Camps an, aber die meisten Camps sind ausdrücklich für Einsteiger geeignet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit im einfachen Gelände sind von Vorteil, wobei wir in meinen Camps keine ausgesetzten Stellen passieren (Trails an steilen Abhängen oder tiefen Schluchten).
Ist ein Trailrunning Camp leistungsorientiert?
Meine Camps sind keine reinen Training Camps. Der Fokus liegt vorwiegend auf dem Erlernen von Theorie & Technik, Sicherheit, gesundem Laufen, viel Freude beim Laufen in der Natur und dem individuellen Fortschritt.
Kann ich allein beim Trailrunning Camp teilnehmen?
Ja, auf jeden Fall! Die Community findet sich und du wirst viele neue gleichgesinnte Freunde für Training oder Trailrunning Events finden.
Wie läuft ein typischer Tag im Trailrunning Camp ab?
Ein Trailrunning Camp-Tag hat bei uns einen entspannten aber klaren Ablauf.
Morgens
• Ausgabe des Testmaterials
• Geführter Trail Run (je nach Level ca. 8–20 km)
• Techniktraining im Gelände
Nachmittags
• Lunch im Hotel
• Mobility oder Yoga
• Wellness & freie Zeit zur Regeneration
Abends
• Gemeinsames Abendessen
• Recap des Tages & Input zu Themen wie Sporternährung oder „How to Trailrun“
👉 Camp-Motto: Alles kann, nichts muss!
Wenn du mal keinen Trailrun oder keine Session machen willst, kannst du jederzeit entspannt aussetzen.
Kann ich auch nur an einzelnen Tagen teilnehmen?
Grundsätzlich ist eine Teilnahme an einzelnen Tagen nach Absprache und Verfügbarkeit möglich – besonders geeignet sind dafür Freitag und Samstag.
Ich empfehle jedoch, mindestens zwei Tage inklusive Donnerstag vor Ort zu sein. An diesem Tag besprechen wir die Theorie und geben das Testmaterial aus.
Außerdem lebt das Camp stark vom Community- und Gruppenspirit – je mehr Zeit du mit der Gruppe verbringst, desto intensiver wird das gemeinsame Erlebnis.
Dürfen mich nicht laufende Familie oder Freunde begleiten?
Familie und Freunde sind herzlich eingeladen im Camphotel dabei zu sein! Natürlich auch, wenn sie nicht „aktiv“ am Trailrunning Camp teilnehmen!
Du läufst, deine Besties machen Urlaub! Der Hotelpreis gilt natürlich auch für deine Begleitung.
Benötige ich für das Trailrunning Camp eine Bergversicherung?
Ja, eine spezielle Bergversicherung ist für ein Trail Camp sehr empfehlenswert, da hohe Kosten bei einer Bergrettung entstehen können: Ein Helikoptereinsatz in den Bergen kann extrem teuer sein (ca. 85 € pro Minute) und wird von der regulären Krankenversicherung oft nicht übernommen.
Tipps:
- Alpenvereine (DAV, ÖAV): Die Mitgliedschaft in einem Alpenverein ist der Klassiker
- Travelsecure Wander- & Bergsportversicherung – bereits ab 9€
Wenn du Fragen zu meinen Trailrunning Camps in Österreich und Deutschland hast oder dich für ein persönliches Coaching interessierst, melde dich jederzeit gerne
- per E-Mail manuela.dietzinger@trailrunguide.de oder
- über Instagram @trailicious.
Alle Infos und Anmeldung zu meinen Camps in Österreich und Deutschland findest du auch hier Laufcamps mit Manuela Dietzinger auf RUNTiMES

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