Großes AMOLED-Display, leichtes Gehäuse und ein Armband, das auch an schmale Handgelenke passt: die COROS PACE 4 Pro im Praxistest.

COROS PACE 4 Pro im Test: starke Laufuhr für schmale Handgelenke

Saphirglas, Titan-Lünette und bis zu 60 Stunden GPS-Akkulaufzeit: Die COROS PACE 4 Pro bringt viel Technik ans Handgelenk und bleibt dabei erstaunlich leicht und alltagstauglich.

Laufuhr für schmale Handgelenke COROS PACE 4 Pro TestDie COROS PACE 4 Pro am schmalen Frauenhandgelenk (li.) und die brandneue GPS-Laufuhr mit Nylonarmband (re.)

Wie gut sitzt die COROS PACE 4 Pro an schmalen Handgelenken?

Eine große GPS-Laufuhr an einem schmalen Handgelenk? Genau hier wird es für viele Läuferinnen schwierig. Ein großes Display ist beim Training praktisch, weil Pace, Herzfrequenz und andere Daten schnell erfasst werden können. Gleichzeitig soll die Uhr im Alltag weder klobig wirken noch mit einem zu langen Armband am Handgelenk stören.

Die neue COROS PACE 4 Pro versucht diesen Spagat. Sie bekommt ein großes AMOLED-Display, Saphirglas, eine Titan-Lünette und laut Hersteller bis zu 60 Stunden GPS-Akkulaufzeit. Trotzdem bleibt sie vergleichsweise leicht.

Im Test fällt allerdings zuerst etwas anderes auf: Die PACE 4 Pro sieht deutlich hochwertiger aus als ihre Vorgänger. Gerade in Weiß wirkt sie sportlich, modern und so alltagstauglich, dass sie problemlos den ganzen Tag am Handgelenk bleiben kann. Besonders positiv ist für mich das überarbeitete Silikonarmband. Bei meinem schmalen Handgelenk war das bei früheren Modellen ein Schwachpunkt – bei der PACE 4 Pro passt es endlich richtig gut.

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Die COROS PACE 4 Pro mit Silikonarmband passend für Frauenhandgelenke

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Eine GPS-Laufuhr, die auch an schmale Handgelenke passt

Ein Punkt hat mich bei früheren COROS-Modellen immer wieder gestört: das Armband. Bei meinem schmalen Handgelenk war es teilweise schlicht zu lang.

Bei der PACE 4 Pro hat COROS hier deutlich nachgebessert. Das Silikonarmband passt an meinem Handgelenk sehr gut und auch die Schließmechanik gefällt mir wesentlich besser. Die Uhr lässt sich sicher und angenehm tragen. Das Bandende lässt sich direkt im Silikonarmband fixieren – eine kleine, aber praktische Lösung, durch die nichts absteht oder beim Laufen stört.

Auch beim Material habe ich einen Unterschied festgestellt. Bei Vorgängermodellen hatte ich mit Silikonarmbändern teilweise Probleme und bin deshalb häufiger auf Nylon ausgewichen. Das aktuelle Silikonarmband empfinde ich dagegen als angenehm auf der Haut. Auch das Gehäuse und der Herzfrequenzsensor verursachten während des Testzeitraums keine Hautprobleme.

Die Armbänder lassen sich einfach wechseln. COROS bleibt bei 22 Millimetern Breite, sodass auch entsprechende Armbänder einer älteren Uhr weiterverwendet werden können.

Großes AMOLED-Display: mehr Überblick beim Laufen

Das Display gehört für mich zu den größten Verbesserungen der PACE 4 Pro. Der AMOLED-Bildschirm ist groß, sehr scharf und lässt sich hervorragend ablesen. Geschützt wird er von Saphirglas.

Coros Pace 4 Pro Test

Das Display misst rund 37 Millimeter in der Diagonale (1,47 Zoll) bei einer Auflösung von 466 x 466 Pixeln. Laut COROS erreicht es eine maximale Helligkeit von 3.500 Nits und ist das bislang größte selbstbeleuchtete Display innerhalb der COROS-Produktfamilie.

Spannend ist dabei vor allem die Kombination aus Größe und Gewicht. Trotz des großen Displays wirkt die Uhr am Handgelenk nicht überdimensioniert. Die Gehäusetiefe beträgt laut Hersteller 11,8 Millimeter, das Gewicht mit Nylonarmband 43 Gramm.

Gerade für Läuferinnen mit schmaleren Handgelenken ist das relevant. Ein großes Display ist beim Training angenehm, wenn Pace, Herzfrequenz oder andere Daten mit einem kurzen Blick erfasst werden sollen. Im Alltag möchte ich dafür aber keine schwere Sportuhr tragen.

Dazu kommt die Titan-Lünette. Sie lässt die PACE 4 Pro deutlich hochwertiger wirken und gibt ihr mehr Lifestyle-Charakter. Für mich ist sie damit eine Laufuhr, die auch optisch gut durch den Alltag kommt.

Bis zu 60 Stunden GPS: interessant für lange Läufe und Ultras

Bei langen Trailruns und Ultradistanzen wird die Akkulaufzeit schnell zu einem entscheidenden Kriterium.

COROS gibt für die PACE 4 Pro bis zu 60 Stunden GPS-Laufzeit und bis zu 21 Tage Akkulaufzeit im täglichen Gebrauch an. Damit soll die GPS-Akkulaufzeit knapp 50 Prozent über der PACE 4 liegen.

Das macht die Uhr auf dem Papier besonders interessant für Ultraläuferinnen und Trailrunnerinnen, die viele Stunden unterwegs sind und ihre Aktivität durchgehend aufzeichnen möchten.

Die genannten 60 Stunden sind Herstellerangaben und wurden im Test nicht durch einen 60-stündigen Dauereinsatz überprüft.

Voice Notes: Gedanken zum Training direkt festhalten

Eine interessante neue Funktion sind die Voice Notes. Damit lassen sich Informationen rund um eine Trainingseinheit direkt per Sprache festhalten und der jeweiligen Aktivität zuordnen.

Das ist im Trainingsalltag praktischer, als es zunächst klingt. Wie hat sich die Einheit angefühlt? Hat irgendwo etwas gezogen? Wie haben sich die neuen Schuhe verhalten? Oder ist während des Trainings eine Frage aufgekommen, die man später mit dem Trainer besprechen möchte?

Solche Informationen gehen nach einer Einheit schnell verloren. Mit den Voice Notes lassen sie sich unmittelbar festhalten und später in der COROS App wieder aufrufen. Laut Hersteller können Sprachnotizen auch während des Trainings aufgenommen und mit der jeweiligen Trainingsdatei beziehungsweise GPS-Position verknüpft werden.

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COROS App: kontinuierlich weiterentwickelt

Auch die COROS App wird kontinuierlich weiterentwickelt. Funktionen, Auswertungen und Trainingssteuerung werden immer wieder optimiert und ergänzt. Im Test wirkt die App dadurch zunehmend funktioneller und als zentrale Trainingsplattform immer umfassender.

Über das COROS-Ökosystem lassen sich unter anderem Trainingspläne, Routen und Pacing-Pläne verwalten sowie Trainingsbelastung und Erholung analysieren. Daten können außerdem mit externen Plattformen wie Strava, Nike Run Club und TrainingPeaks synchronisiert werden.

Die Uhr erfasst laut Hersteller neben der Herzfrequenz unter anderem Höhe, Umgebungstemperatur, Blutsauerstoffsättigung und EKG. Für die Einschätzung von Belastung und Regeneration werden außerdem Ruheherzfrequenz, nächtliche Herzfrequenzvariabilität, Schlafphasen und täglicher Stress berücksichtigt.

Was mir bei den Sportprofilen fehlt

Bei einer Multisportuhr dieser Preisklasse wünsche ich mir allerdings noch eine Ergänzung: SkiErg als eigene Aktivität.

Das Trainingsgerät hat spätestens durch HYROX stark an Bedeutung gewonnen und eignet sich hervorragend für intensives Kraft-Ausdauertraining. Wer solche Einheiten regelmäßig absolviert, möchte sie entsprechend sauber im Trainingstagebuch erfassen.

Für COROS wäre ein eigenes SkiErg-Profil deshalb eine sinnvolle Erweiterung.

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Navigation: eine COROS-Stärke, die ich nur selten nutze

COROS ist für seine umfangreichen Navigationsfunktionen bekannt. Bei der PACE 4 Pro soll die Navigation laut Hersteller durch doppelt so viel Arbeitsspeicher nochmals schneller geworden sein. Kartenmaterial soll zügiger laden, zudem werden Points of Interest, Straßen- und Trailnamen sowie Turn-by-Turn-Hinweise direkt auf der Uhr angezeigt.

Gerade auf unbekannten Trails kann das zusammen mit dem großen AMOLED-Display ein wichtiger Vorteil sein. Ich selbst nutze die Navigation auf meiner Laufuhr allerdings nur selten und habe sie deshalb im bisherigen Testzeitraum nicht ausführlich geprüft. Eine eigene Bewertung dieser Funktion wäre daher nicht aussagekräftig.

COROS PACE 4 Pro: die wichtigsten Daten

  • AMOLED-Display: rund 37 mm Diagonale (1,47 Zoll), 466 x 466 Pixel
  • Maximale Helligkeit laut Hersteller: 3.500 Nits
  • Saphirglas-Touchscreen
  • Titan-Lünette
  • Gewicht: 43 Gramm mit Nylonarmband
  • Gehäusetiefe: 11,8 Millimeter
  • Bis zu 60 Stunden GPS-Akkulaufzeit laut Hersteller
  • Bis zu 21 Tage Akkulaufzeit im Alltag laut Hersteller
  • Karten und Turn-by-Turn-Navigation
  • Farben: Schwarz und Weiß
  • Silikon- oder Nylonarmband
  • Armbandbreite: 22 mm
  • UVP: 449 Euro, erhältlich bei deinem Fachhändler vor Ort oder über COROS.com

Fazit: COROS PACE 4 Pro im Test

Die COROS PACE 4 Pro schafft etwas, das bei leistungsfähigen GPS-Laufuhren gar nicht selbstverständlich ist: Sie kombiniert ein großes, sehr gut ablesbares Display mit einem vergleichsweise leichten und angenehm zu tragenden Gehäuse.

 

Für mich gehört das überarbeitete Silikonarmband zu den wichtigsten Verbesserungen. Es passt endlich auch an mein schmales Handgelenk und trägt sich angenehm. Zusammen mit der Titan-Lünette und dem Saphirglas wirkt die PACE 4 Pro zudem deutlich hochwertiger und lifestyliger als ihre Vorgänger.

 

Das ist gerade für Läuferinnen ein wichtiger Punkt. Wer Regeneration, Schlaf, HRV und tägliche Belastung sinnvoll auswerten möchte, trägt seine Sportuhr idealerweise rund um die Uhr. Mit dem neuen Look ist die PACE 4 Pro für mich erstmals eine COROS-Uhr, die ich auch optisch sehr gerne 24/7 am Handgelenk trage.

 

Dazu kommen das große AMOLED-Display, die laut Hersteller sehr lange GPS-Akkulaufzeit und die neuen Voice Notes, mit denen sich Eindrücke und Informationen rund ums Training direkt festhalten lassen.

 

COROS ist außerdem für seine sehr guten Navigationsfunktionen bekannt und hat diese bei der PACE 4 Pro laut Hersteller nochmals weiterentwickelt. Für meinen persönlichen Laufalltag spielt die Navigation allerdings eine kleinere Rolle, da ich diese Funktion nur selten nutze.

 

Unterm Strich verbindet die PACE 4 Pro Training, lange Ausdauereinheiten, Regenerationsdaten und Alltag überzeugend – und sieht dabei erstmals so aus, dass sie für mich auch abseits des Trainings ganz selbstverständlich ans Handgelenk gehört. Update gelungen!

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