Maik Becker

Der Extremsportler und Abenteurer erzählt über echten Sportsgeist, Sehnsüchte, Herausforderungen und gibt dir drei konkrete und umsetzbare Gesundheits-Tipps.

maik-becker-portrait

Alter: 50 Jahre

Geboren in: Sangerhausen, Deutschland, wohnhaft in Zürich, Schweiz

Beruf: Geschäftsführer einer Reiseagentur für Sport- und Abenteuerreisen
Unternehmer, Abenteurer, Familienvater, Autor, Koch, Vermögensverwalter, Lehrer, Multisportler, Reiseleiter, Entertainer, Psychologe, Betriebswirt, Hauswirtschaftler, Mensch

Wie würdest du dich selbst in zwei Sätzen beschreiben?

Ein abenteuerlustiger, im Leben angekommener, voll ausgereifter neugieriger Teenager mit starkem Bewegungsdrang. Ultra-Gesundheitssportler mit leichtem Hang hin zu ausgedehnten Reisen und langen Laufdistanzen.

Mein Lebensmotto lautet:

Raus aus der Komfortzone! Auch mal ungewohnte Wege gehen, um wahrliche Zufriedenheit zu erfahren.

Was bedeutet Sehnsucht für dich?

Die Suche nach neuen Herausforderungen ist Triebmittel und Ansporn, die täglichen Aufgaben zu meistern. Das wird dann schnell zu einem Verlangen und setzt sich im Gehirn fest. Sehnsucht ist dabei mehr als ein Fantasieprodukt. Es ist die Erinnerung an einen Zustand. An ein angenehmes Gefühl. Dieses „Will wieder haben“ Gefühl. Ein wenig Melancholie schwingt mit.
Sehnsucht ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Als große, ausgewachsene Kinder haben wir Träume. Nicht selten mit Sehnsüchten verbunden. Sich diesen hinzugeben, kann das Leben verändern. Oder mindestens positiv beeinflussen. Wenn man sie dann auch auslebt. Und das ist auch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich gebe mich den Sehnsüchten und Träumen hin. Und werde selten enttäuscht.

Welche drei Dinge geben dir konkret Energie?

Meine drei Töchter. Meine Träume. Mein Wille, diese umzusetzen.

Welche drei Dinge kosten dir Energie?

Mein Zuckerkonsum (wenn die Tafel Schokolade schon mal offen ist…). Den Clown auf dem Kindergeburtstag zu spielen. Und mich mit wenig sinnbringenden administrativen Dingen auseinandersetzen zu müssen.

Meine verrückteste Art Stress abzubauen:

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich versuche immer, Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen. Also, dass was wir als negativen Stress wahrnehmen. Eine gesunde Erregung, z.B. bei einem Wettkampf empfinde ich nicht als Stress. Und wenn dann im Alltag mal etwas mehr Arbeit ansteht, gehe ich zwischendurch einfach eine Runde laufen. Wenig spektakulär, aber den Zweck erfüllend.

Was ist dein größter Sehnsuchtsort zum Auftanken (im In- oder Ausland)?

Ich schätze die Ruhe und Abgeschiedenheit im Himalaja. Indien oder Nepal, beide Gegenden im gigantischen Hochgebirge Asiens üben magische Anziehungskraft auf mich aus. Allein mit der Natur. Handyempfang Fehlanzeige. Entschleunigung pur.

Maik Beckers schönstes Erlebnis im Sport:

Da gibt es zu viele bleibende Eindrücke. Sich auf eines zu konzentrieren wäre ungerecht gegenüber all den anderen. Aber ja, mir fällt grad eines ein: Ein Laufkollege, mit dem ich mir eine ganze Woche während eines Etappenlaufes einen Platz auf dem Treppchen streitig gemacht hatte, wartete vor der Ziellinie der letzten Etappe etwa 30 Minuten auf mich, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Er saß da und hat auch nicht auf Drängen des Veranstalters hin reagiert, die Linie zu überqueren. Mit aufgestreckten Armen sind wir gemeinsam ins Ziel. Echter Sportsgeist, trotz allem Konkurrenzdenken.

Größte Stärke:

Eine starke, zielorientierte Herangehensweise.

Größte bisherige Herausforderung:

Die Erziehung meiner drei Töchter. Nicht, weil sie so anstrengend sind 😉. Nein, weil alles andere unwichtig wird, wenn es um unsere Zukunft geht. Als optimistisch denkender Mensch schaue ich nach vorn.

Deine 3 Gesundheits-Tipps lauten (Training/Ernährung/Mentales):

Tägliche Bewegung an der frischen Luft. Jeder in seinem Rahmen.
Iss, was dir guttut. Alles in Massen, lebe jahreszeitlich. Zu viele Gedanken an übergesunde Ernährung sind kontraproduktiv und blockieren deinen Geist.
Sei zufrieden mit dir! Ansonsten starte bei Punkt 1

Womit belohnst du dich nach einem harten Tag oder Training?

Mit einem guten Essen und einem Glas Rotwein. Oder zwei.

Etwas, womit man dich jagen kann:

Ich bin neugierig und offen für vieles. Aber die Hit Clips aus den 80ern mit der Musik unserer Jugendzeit und der dazugehörigen Mode sollten aus den Geschichtsbüchern verbannt werden. Stichwort: übergroße Blazer mit Schulterpolstern.

Bildnachweis:
Antarktis Foto: Thiago Diz
Atacama Fotos: racingtheplanet.com

Mehr zu Maik Becker findet Ihr in Reportage und Podcast.