Möhren – Gesundheitsjoker für Läufer

Warum wir regelmäßig Karotten essen sollten

Möhren gehören zu unseren heimischen Superfoods – sie sind kalorienarm, vielseitig im Geschmack und sollen uns mit wertvollen Mineralien und Vitaminen versorgen, vor Krebs schützen und das Immunsystem stärken. Auch für uns Läufer kann das knackige Wurzelgemüse hilfreich sein. Vor allem das Antioxidans Betakarotin spielt dabei eine wichtige Rolle.

Sind Möhren gesund

Hasenfutter oder Lieblingssnack?

Für den einen sind Karotten „Hasenfutter“, für einen anderen ein knackiger Lieblingssnack für zwischendurch. Rüben gelten als kalorienarm und enthalten wertvolle Nährstoffe. Der Wassergehalt von Karotten ist sehr hoch, er liegt bei fast 90 Prozent.

Die in Möhren enthaltenen Kohlenhydrate bestehen aus Stärke und Zucker. Die Ballaststoffe unterstützen unsere Darmflora und verhelfen zu einem regelmäßigen und gesunden Stuhlgang. Was die Vitamine betrifft, sind Möhren bekannte Quelle von Vitamin A und Biotin.

Möhren als Helfer für die Schutzbarrieren? Sind Möhren gesund?

„Iss ein paar Möhrchen, Kind, die sind gut für deine Augen!“ Dieser Spruch aus der Kindheit hallt mir immer im Gedächtnis, wenn ich zwischendurch ein paar Möhren knabbere oder einen Möhreneintopf zubereite.

Tatsächlich war man lange Zeit sicher, dass wir durch das Vitamin A vor allem in der Dunkelheit besser sehen können. Bei schlechten Sichtverhältnissen eine bessere Sehfähigkeit zu erhalten ist für unsere Abendläufe auf jeden Fall ein Pluspunkt. Allerdings gibt es mittlerweile Studien, die besagen, dass das in Möhren enthaltene Vitamin A zwar gesund für das menschliche Auge ist, aber nicht nachgewiesenermaßen die Sehkraft verbessern kann.

Möhren versorgen uns mit Beta-Carotin, was im Körper dann zu Vitamin A umgewandelt wird. Dieses fördert unsere Augengesundheit sowie die ständige Regeneration der Schleimhäute und der Haut – also unsere Schutzbarrieren gegen schädliche Einflüsse von außen.

Besonders hoch soll die Aufnahme von Beta-Carotin sein, wenn die Karotten vor dem Verzehr schonend gedünstet werden. Hierbei wird auch die Ansiedlung der lebenswichtigen Mikro-Organismen im Darm gefördert. Beim Verzehr von rohen Möhren sollen ätherische Öle und Stoffe freigesetzt werden, welche Würmer in die Flucht schlagen können.

Da Karotten auch eines der B-Vitamine (Biotin) enthalten, profitiert auch unser Fett- und Eiweißstoffwechsel von dem regelmäßigen Verzehr des Gemüses. Wichtig sind aber auch die vielen weiteren Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel die Carotinoide. Diese helfen uns mit ihrer hohen antioxidativen Aktivität, welche das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern soll und zudem die Funktionen des Immunsystems optimiert.

Kleine Kur für Magen und Darm

Ich habe vor Jahren in einer „Basen-Kur“ gelernt, dass Möhrensuppe dem Magen-Darm-Trakt sehr gut auf die Sprünge helfen soll. Ich habe es mir seither angewöhnt, alle zwei Wochen „Möhren untereinander“ zu essen (vor allem nach langen Rennen) weil es meinen Magen und Darm gut tut und beruhigt.

Bei sensiblen Mägen sind pürierte Möhren eine sehr gute Schonkost. Und bei Gelenkschmerzen soll ein täglicher Karottensaft mit Leinöl Erleichterung verschaffen.

Sind Möhren gesund

Karottengrün als Gesundheits-Booster

Ich sehe immer wieder, wie Leute das gute Grünzeug wegwerfen oder dem Kaninchen vor die Nase setzen, dabei enthält das Karottengrün sehr wertvolles Kalzium, das Entzündungen mindert, Herz, Lunge und Nieren stärkt sowie Knochen und Zähnen hilft.

Also das Grünzeug nicht wegschmeißen, sondern als Kräuter über das Gemüse streuen oder im Dipp oder Smoothie einsetzen. Wegen möglicher Pestizid-Rückstände ist es ratsam, nur das Grün von selbst angebauten Karotten oder von Bio-Möhren zu verwenden.

Drei Möhren-Tipps:

  1. Immer im Bund mit frischem Grünzeug und in Bio-Qualität kaufen. Die Blätter lassen sich wie Petersilie nutzen – man kann es auch klein hacken und einfrieren.
  2. Die Carotine werden erst durch Erhitzen, feines Raspeln oder Pürieren freigesetzt
  3. Ob Möhreneintopf, Karottensaft oder Möhrensnack – ein Tropfen Fett in Form von Leinöl im Dip oder Nüsse sollen helfen, dass die Nährstoffe der Karotten besser vom Körper aufgenommen werden können.

Ich kann euch sehr empfehlen: „Möhren untereinander“ – mit gedünsteten Möhren, gekochten Kartoffeln, Brühe, Petersilie regelmäßig als Mittagsessen oder frühes Abendessen einzuplanen und am Ende etwas Schmand oder Leinöl in die pürierte Masse geben und mit einem Spiegelei als Eiweißquelle servieren.

Sind Möhren gesund

Übrigens: Der Unterschied zwischen Möhren und Karotten ist reine Formsache.

  • Karotten – so heißen oft die frühen, kleinen Möhrchen – sind kurz und stumpf
  • Möhren dagegen länglich-schmal

Eine optimale Möhre hat ein möglichst dünnes Mark (auch Herz genannt), eine möglichst dicke Rinde und ist von möglichst einheitlicher Farbe.

Und regional betrachtet: Im Norden Deutschlands wird das Gemüse entweder als Möhre oder Wurzel bezeichnet. Der Westen sagt meistens wieder Möhre und der Osten Mohrrübe. In Süddeutschland wird der Name Karotte für junge Rüben verwendet. Gelbe Rüben werden dagegen die “normalen” Möhren genannt.

0