Ein zuverlässiger Allrounder fürs Gelände

Von der Redaktion getestet: BROOKS Cascadia 16

Brooks Cascadia 16 im Test bei RUNTiMES

Ansprechendes Design und bessere Anpassungsfähigkeit

In seiner nun schon sechzehnten Version soll das Trail-Modell von Brooks Verbesserungen in der Anpassungsfähigkeit und in seinen Schutzfunktionen aufweisen, aber auch weichere und leichtere Dämpfungseigenschaften mitbringen und sich beim Laufen geschmeidiger anfühlen. Wir haben ihn auf felsigen und sandigen Trails getestet.

Was bedeutet Cascadia?

Cascadia (auf Deutsch Kaskadien) bezeichnet eine Region im Pazifischen Nordwesten in Nordamerika. Sie wird auch bekannt für die Kaskadenkette – ein Gebirgszug vulkanischen Ursprungs, der zum Pazifischen Feuerring gehört.

Was dahinter steckt

Der Cascadia-Schuh ist seit vielen Jahren das „Trail-Aushängeschild“ der Laufschuhmarke Brooks. Die Entwickler des ersten Cascadia-Modells sind davon überzeugt, dass mit ihm ein völlig neuer Ansatz verbunden war: mit einem anderen Schwerpunkt und einem Aufbau, der nicht von der Ferse ausging, wie es damals noch bei den Mitbewerbern üblich war.

Erster Eindruck

Optisch ist der Schuh für uns ein Highlight des Jahres.  Der schöne und besondere Grünton (Basil) ist mal was Anderes und wirkt mit den Farbverläufen und der Kombination mit Schwarz und Koralle perfekt abgestimmt. Das Design macht Lust aufs Laufen und passt perfekt zum Trailrunning.

Was aber viel wichtiger ist als die Optik: Im Brooks Cascadia 16 fühlt man sich auf Anhieb „zu Hause“. Er ist bequem, bietet im Vorfußbereich angenehm viel Platz und Zehenfreiheit. Beim Einlaufen zeigt er eine gute Mischung aus Komfort, Sicherheit und Geschmeidigkeit. Ich bin mir nur anfangs nicht sicher, ob er – wie von Brooks versprochen – wirklich auf allen Untergründen ein zuverlässiger Begleiter ist. Er wirkt weich, aber gibt trotzdem jederzeit ein Gefühl für den Untergrund.

Brooks Cascadia 16 Sohlenprofil

Was hat sich in der zweiten Version verändert?

Der Cascadia 16 soll einige neue Features mitbringen: wie eine neue weichere und leichtere Dämpfungstechnologie, eine 2 mm dicke Schaumschicht in der Zwischensohle für zusätzlichen Komfort, Release Grooves in der Zwischensohle für eine bessere Anpassungsfähigkeit und vertikale Grooves für mehr seitliche Anpassungsfähigkeit auf unwegsameren Untergründen.

Was die Dämpfung betrifft, soll das aktuelle Modell durch die neue DNA Loft v2 Zwischensohle noch softer und langlebiger sein. So soll der neue Brooks Cascadia um 5% softer und um 20% leichter geworden sein als sein Vorgänger. Die Drainageöffnungen sind praktisch für nasse Trailabenteuer – so soll das Wasser schneller entweichen und die Füße nicht zusätzlich beschwert werden.

Die neue Sohlenkonstruktion (Mittel und Außensohle) sollen dafür sorgen, dass sich der Schuh mühelos an jede Bodenbeschaffenheit anpasst und ein stabiles Laufgefühl sicherstellt. Zusätzlich soll durch weitere Relase Grooves in der Zwischensohle die Anpassungsfähigkeit zusätzlich optimiert werden. Das überarbeitete Ballistic Rock Shield enthält neuerdings vertikale Rillen, um auch eine seitliche Anpassungsfähigkeit zu bewirken, außerdem schützt es vor Steinchen und Schmutz und soll auch unebenes Gelände gut aushalten können. Die TrailTrack Rubber-Außensohle verspricht gute Traktion auf Nassen und trockenen Untergründen und die Gamaschenlasche an den Fersen soll für zusätzlichen Schutz auf den Trails sorgen.

Passform, Abrollverhalten, Dämpfungseigenschaften und Grip

Die Passform ist optimal, man schlüpft hinein und fühlt sich wohl. Der Schuh bietet viel Raum im Vorfußbereich. Es drückt nichts, das Obermaterial ist kaum zu spüren und trotzdem robust.

Im Fersenbereich und Mittelfußbereich bekommt man den nötigen Halt, wird aber auch nicht eingeengt. Die Abrollbewegung ist fließend.

Der Brooks Cascadia 16 zeigt sich tatsächlich flexibler, stärker in der Anpassungsfähigkeit in verschiedener Hinsicht – sowohl was den Mittelsohlenaufbau als auch was die Außensohle und das Obermaterial betrifft. Die Energierückgabe ist sehr gut. Der Schuh zeigt sich reaktionsschneller als sein Vorgänger und das Abrollen fühlt sich sanfter und sicherer an.

Er machte auf uns einen etwas leichteren und dynamischeren Eindruck. Die Dämpfung ist besser als beim Vorgänger. Sie ist zwar weich, aber auch nicht extrem soft, man behält jederzeit ein Gefühl für den jeweiligen Untergrund.

Die Außensohle ist strapazierfähig und langlebig und gibt auf vielen Untergründen guten Grip. Vor allem auf felsigen Böden hat sie uns überzeugt.

Die größte Stärke des Schuhs ist tatsächlich seine Fähigkeit, sich schnell an wechselnde Begebenheiten anzupassen. Dadurch bietet er besonders viel Spaß auf Strecken, die von unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten geprägt sind und viel Flexibilität vom Schuh verlangen.

Einsatzbereich – für welche Strecken ist der Brooks Cascadia 16 zu empfehlen?

Man kann eigentlich alle Einheiten mit dem Cascadia 16 in Angriff nehmen, uns hat er bei kurzen, mittleren und auch auf langen Strecken überzeugt. Vor allem Strecken mit wechselnden und steinigen Untergründen meistert er sehr gut. Lediglich bei Wettkämpfen wird er dem ein oder anderen Läufer vielleicht etwas zu schwer sein. Aber für gemütliche und ausgedehnte Strecken ist er jedem Trail-Läufer zu empfehlen.

Brooks Cascadia 16 Seitenansicht

Für welche Läufertypen ist der Cascadia 16 geeignet?

Der Brooks Cascadia 16 ist für alle Trail-Liebhaber und verschiedenste Strecken gut geeignet. Vor allem diejenigen, die eine Mischung aus Sicherheit und Komfort lieben aber dennoch gern flexibel unterwegs sein möchten, werden sich darin sehr wohl und sicher fühlen. Vor allem bei langen und steinigen Einheiten ist der Schuh ein Volltreffer. Läufer, die gerne viel Zehenfreiheit haben, werden besonders gerne mit ihm laufen. Er bringt eine Dynamik und Freiheit mit auf die Trails. Die Füße werden nirgends eingeengt.

Fazit

Der Brooks Cascadia 16 macht unheimlich viel Spaß und sorgt für Freiheit und Sicherheit beim Trailrunning – eine Mischung, die nicht vielen Gelände-Schuhen so gut gelingt.

Beim Laufen fühlt man sich tatsächlich auch auf wechselnden Untergründen jederzeit sicher. Der Schuh passt sich schnell an – auch auf sehr felsigen, kantigen und sandigen Untergründen macht er einen sehr guten Eindruck und gibt guten Grip.

Unser Fazit: Absolut empfehlenswert.

Stärken:

  • Sehr schönes Design
  • Sicheres Laufgefühl
  • Zuverlässig auf wechselnden Untergründen
  • Sehr angenehme Passform mit viel Zehenfreiheit

Getestetes Einsatzgebiet: Sandige Trails, Felsige und matschige Strecken, Waldwege, Mittelgebirge.

Hauptmerkmale

  • Neue DNA Loft v2 Zwischensohle für weichere und leichtere Dämpfung
  • Zusätzliche 2mm Dämpfung
  • Mehr Anpassungsfähigkeit
  • Überarbeitetes Ballistic Rock Shield für besseren Schutz vor Schmutz und Steinchen

Preis: 140 Euro, erhältlich z.B. bei Brooks im Webshop

Es gibt den Brooks Cascadia 16 für die kalt-nasse Jahreszeit auch in der GTX-Version.

Hinweis zur Pflege

Damit der Schuh nicht vorzeitig verschleißt, sollte er auf keinen Fall zum Reinigen in die Waschmaschine gegeben werden, sondern mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch abgeputzt werden. Nach dem Laufen den Schuh nicht in die Sonne stellen, ihn auch nicht an einem feuchten Ort aufbewahren. Wie alle Laufschuhe sollte er zwischen den Läufen ein bis zwei Tage pausieren dürfen, um nicht vorzeitig zu verschleißen.

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