Guido Sander

30 Jahre lang war Guido ein totaler Sportverweigerer, wog fast 200 Kilogramm, trug Kleidergröße 8XL und war chronisch erschöpft, bekam Diabetes, Atemstillstände und Sehstörungen. Doch dann schaffte er das scheinbar Unmögliche: Er änderte sein Leben, fing an zu laufen und nahm 124 Kilogramm ab!

guido-sander-vor-seinem-grossen-abnehmerfolgWie der ehemalige Sportmuffel zum begeisterten Läufer wurde, was seine Erfolgsgeheimnisse auf diesem herausfordernden und belohnenden Weg waren und welche Tipps er allen mit auf den Weg geben kann, die schon lange ihr Leben ändern möchten – darum geht es in diesem RUNTiMES Podcast mit Tabitha Bühne.

guido sander laufheld bei runtimes nahm 124 kilo abFoto: marathon-photos.com

Steckbrief von Guido Sander

Wie würde dich deine Frau in einem Satz beschreiben?

In einem Satz kann ich das nicht beschreiben, wenn dann eher in einzelnen Wörtern. So was wie „Rechthaber“, „Sklaventreiber“ aber auch liebevolle Worte wie „motivierend und immer wieder mitziehend“. Sie selbst hat das Bild geprägt, dass sie mich gerne die Kühlerfigur nennt. Aber sachlich beschrieben: Ein beeindruckendes Vorbild und motivierender Trainer.

Alter: 48 Jahre

Traumberuf in der Kindheit:

In der Kindheit habe ich immer gesagt, ich will Gärtner werden. Als ich dann aber die Leidenschaft für Computer und Software entdeckte, hatte ich über 30 Jahre keinen grünen Fokus mehr. Heute ist das anders.

Wann hast du mit dem Laufen angefangen und warum?

Anfang 2017 habe ich mit dem Laufen angefangen. Heute in der Retro-Perspektive, weil ich ein Ventil für mich suchte, um mit meinen Gefühlen besser klarzukommen und natürlich auch um eine Antwort auf das Thema ‚Gewicht halten‘ zu bekommen.

Das mit den Gefühlen hat funktioniert. Das mit dem Gewicht halten ging jedoch nach hinten los. Umso mehr ich trainierte, umso schwieriger war es mein Gewicht zu halten. Und ich meine nicht damit nach unten, sondern das Gewicht stieg sprunghaft an. Seitdem habe ich das aber perfekt im Griff.

Der spannendste Ort, an dem du je gelaufen bist:

Es gibt viele spannende Orte. Aber der emotionalste Lauf, den ich bis jetzt erlebt habe, war mein Debütanten Halbmarathon in Palma de Mallorca. Mit meinem ersten Mentor und Vorbild Carsten Eich an meiner Seite. Nur leider konnte ich bei diesem Lauf nicht mit meiner Frau zusammen im Ziel einlaufen. Das bedaure ich bis heute. Zutiefst!

Das schönste oder bewegendste Erlebnis im Sport:

Bis jetzt war es der Ziel-Einlauf beim Köln Marathon 2019. Aber am emotionalsten war für mich, wie ich beim Zieleinlauf über den Lautsprecher meinen Namen hörte und ich danach direkt auf die Bühne gerufen wurde, um meinen Erfolg mit den Menschen, die mich auf den letzten Metern angefeuert hatten, zu feiern. Der Jubel war unbeschreiblich.

Was war deine bisher schwierigste Situation im Laufsport?

Es gab immer wieder schwierige Situation. Gerade in dem Moment, als ich mal wieder versucht habe über das Ziel hinauszuschießen, wenn man so will, übertrainiert habe. Denn ich glaube, ich habe als Laufeinsteiger fast alles falsch gemacht, was Anfänger falsch machen können. Zu viel, zu schnell, zu wenig Regeneration. Aber wie gut, dass man daraus lernen kann. So sehe ich das heute mit einem lachenden und weinenden Auge.

Womit belohnst du dich nach einem harten Tag oder Training?

Ich bin nicht so ein Belohnungstyp. Ich brauche keine Belohnung, wenn ich etwas gut gemacht habe. Für mich ist das eher eine mentale Bestätigung. Aber wenn man so will, kann man ein gutes Gefühl auch als Belohnung bezeichnen. Also ja, ich belohne mich. Nur vielleicht anders als andere.

Unser Monatsthema ist „Entspannung und Entschlackung“ – was ist dein größter Entspannungs- oder Entschlackungs-Trick?

Mein größter Entspannungstipp ist: Bewege dich. Schnelles Spazierengehen, Fahrradfahren oder Laufen. Durch die Bewegung soll man ja seinen Stoffwechsel anregen, sodass man dann irgendwie auch entschlackt. Aber vom Thema Entschlackung habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung.

Dein Lebensmotto:

Spontan fällt mir ein: „Geht nicht, gibt’s nicht!“, „Alles ist möglich! Grenzen sind nur in unserem Kopf“ oder: „Man kann sich auch zu Tode schonen.“

Deine 3 besten und ganz konkreten Tipps für ein fröhliches und gesundes Leben lauten:

Verbieg dich für nichts und niemanden, mach ganz konkret das, wo du Lust drauf hast.

Lass dir von niemanden einreden, dass es nicht möglich ist.

Bewege dich, ernähre dich natürlich und gesund und denk dir einfach: Ich habe nur das eine Leben und das ist keine Generalprobe.

Etwas, womit man euch jagen kann:

Man kann mich mit „nicht“ Sätzen jagen, wie: Ich kann oder mag nicht! Dann bitte lieber, ich will nicht. Das kann man akzeptieren. Aber auch Hate-Kommentare und Falschmeldungen in den sozialen Medien sowie einfach blöde Fragen. Auch mit einer überreifen Melone, kann man mich seit dem letzten Sommer jagen. Denn ich weiß jetzt, wie so etwas schmeckt.

Wo findet man mehr über dich und deine Projekte:

Wir sind bei Social Media sehr aktiv. Ich sage bewusst wir, da es ein Gemeinschaftsprojekt von mir und meiner Frau ist. Anfragen in jeglicher Form daher bitte immer über meine Frau.

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Fotos: Michaela Kellenberg

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