Der Heldenlauf – ein Erlebnisbericht

Vorjahressiegerin Helén Schrötter ist auch wieder dabei und berichtet mir hinterher ganz begeistert vom Heldentrail. „Es hat mir super gut gefallen! Auch wenn es schon kurz nach dem Anfang für mich schwierig wurde. In der Dunkelheit mit dem Regen, dem Nebel und der nassen beschlagenen Brille fiel es mir echt schwer am Berg noch etwas zu erkennen. Es war mehr ein Irren und Blindflug als ein Lauf!“, sagt sie lachend.

Heldenlauf mit Helen Schroetter

An der ersten Verpflegungsstelle reicht man ihr ein Küchentuch. „Das hat die Sicht deutlich erleichtert. Nichtsdestotrotz habe ich mich umgedreht und bin erst mal ordentlich hingefallen. Aber wie sagt man so schön? Hinfallen und Aufstehen. Das habe ich gemacht und bin weiter durch die Nacht gelaufen. Durch die Wolken und den Nebel wurde es später hell als im letzten Jahr, zögerlicher.

Aber dadurch hat es auch irgendwie magischer gewirkt, im Wald herumzulaufen – es war ein anderes Licht und irgendwie sag die Welt im Wald komplett anders aus. Ich bin dann nochmal hingesegelt – als es leicht runter ging, noch vor der zweiten Verpflegungsstelle.

myystische stimmung auf der heldenlauf strecke des suedthueringentrails

Doch das Schlimmste war der anschließende Stein im Schuh, der hat mich echt genervt und fast am Weiterlaufen gehindert. Ich bin ihn trotz Hilfe eines Mitläufers einfach nicht losgeworden und so hat mich dieses kleine Ding im Schuh den ganzen Lauf über begleitet und immer wieder sehr geärgert. Dafür habe ich mich in diesem Jahr nicht verlaufen und keine extra Meilen eingebaut!

Helén empfiehlt, viel zu gehen, die Natur zu genießen und sich Zwischenziele zu suchen. „Ich habe mir vorgenommen, nicht vom ersten Riesen überholt zu werden, das hat mich angespornt. Man wird immer wieder angefeuert aber genießt auch die Einsamkeit in der Natur, manchmal ist man ganz allein und dann trifft man wieder Läufer und kann sich austauschen. Es geht sehr freundschaftlich zu hier!“

heldenlauf neblige stimmung am fruehen morgen

Der Weg war auch trotz Nebel und eingeschränkter Sicht gut zu sehen und zu finden, die Markierungen waren sehr gut. Als ich nach der Riesenstrecke ins Zwischenziel kam, erkundigte man sich danach, wie es mir geht – man hat mir meinen Sturz offensichtlich angesehen.

Und ich wurde sehr fröhlich als Vorjahressiegerin empfangen, das fand ich klasse. Ich bin dann motiviert in die Wichtelrunde gestartet. Da traf ich manchen „Wichtler“ und es kamen uns die Erstplatzierten entgegen, das war schon beeindruckend, wie schnell die unterwegs waren. Ich bin total dankbar, dass ich schneller ins Ziel gekommen bin als im letzten Jahr. Und dann bin ich auch endlich den Stein im Schuh losgeworden, habe mich von all dem Matsch befreit und die Wunden gereinigt. Eine Wohltat.

helen schroetter beim heldenlauf

Heléns Heldenlauf-Fazit

„Der Heldenlauf ist wirklich ein geniales Rennen. Es sind tolle Läufer und Helfer da und die herrliche Natur zieht einen sofort in ihren Bann. Die vielen schmalen Pfade, die wechselnden Eindrücke – einfach zauberhaft.

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