ANZEIGE
Neuer Ultratrail in den Alpen: Der Arlberg Ultra feiert im August 2027 Premiere und verbindet Lech Zürs und St. Anton. Wir sind die Trails rund um Lech vorab gelaufen und verraten, warum die Strecken „selten gemütlich“ sind und wo es die besten Momos gibt.
Selten gemütlich, dafür spektakulär: Der Arlberg bekommt seinen Ultra
Wo im Winter Skischuhe in die Bindung klicken, klacken nächsten August Stöcke auf Fels: Vom 20. bis 22. August 2027 feiert der Arlberg Ultra Premiere. Wir durften vorab schon mal reinschnuppern.
Martina Wengenmeir (li.) mit einer Gruppe an Trailrunnern auf Preview-Kurs Arlberg Ultra 2027
Der Arlberg ist immer besonders. Im Winter sowieso, vor allem wenn man wie diese Autorin eine Schwäche für Pulverschnee hat. Aber auch im Sommer, wenn statt Skipisten alpine Trails locken. Das Schöne: Man steigt aus der Bahn, läuft ein paar Minuten und sowohl die Lifte als auch der Trubel im Dorf sind schnell unendlich weit weg. Man taucht ein in eine andere Welt und plötzlich ist da nur noch Fels, Wind und das eigene Schnaufen. Ein bisschen Niemandsland, mitten in einer der bekanntesten Bergregionen der Alpen.
Dass es genau hier, auf diesen felsigen, steilen Wegen, jetzt ein Trailrennen mit anspruchsvollem Ultra gibt? Eigentlich nur logisch. Man fragt sich eher, warum das so lange gedauert hat.
Neu bei RUNTiMES? Abonniere kostenfrei unseren 👉 wöchentlichen Newsletter
Unterwegs auf der Preview: von Lech ins Niemandsland
Unser Testlauf startet in Lech. Die Schlegelkopfbahn nimmt uns die ersten Höhenmeter ab. Luxus, der beim Rennen natürlich nicht in Anspruch genommen wird. Dann geht’s los: über die Kriegeralpe Richtung Mohnenfluh, über den Sattel hinunter zum Butzensee, der so türkis glitzert, dass man einfach kurz Pause machen und eigentlich auch baden muss. Weiter über den Butzensattel in ein weites Kar, Richtung Göppinger Hütte und von dort im flowig-serpentinigen Downhill hinunter zurück nach Zug bei Lech.
Forstwege? Kaum. Stattdessen alpine Wege, Steige, Felsstufen, auf denen man lieber trittsicher als nicht ist. Streckenchef Martin Hafenmair, der auch Rennen wie den Zugspitz Ultratrail und Transalpine Run verantwortet, fasst es trocken zusammen: „Selten gemütlich.“ Wir würden ergänzen: dafür ziemlich tolle Strecke.
DNA des Rennens ist der Weitwanderweg Arlberg Trail, erweitert um neue hochalpine Passagen, etwa durchs Zugertal oder zum Formarinsee. Das Ergebnis: landschaftliche Vielfalt und alpine Herausforderung am laufenden Meter.

Fünf Distanzen, ein Team-Format, zwei Destinationen
Der Arlberg Ultra verbindet Lech Zürs und St. Anton am Arlberg, gelaufen wird fast ausschließlich auf naturnahen Trails mit wenig Asphalt. Ziel ist 2027 Lech, künftig wechselt der Zielort zwischen beiden Orten. Veranstalter sind Arlberg Marketing und PLAN B Sport Marketing.
| Strecke | Distanz | Höhenmeter |
| Arlberg100 | 110 km | 7.030 hm |
| Arlberg Ultra 60K | 61 km | 3.730 hm |
| Arlberg Classic 40K | 44 km | 2.625 hm |
| Lech Trail 20K | 26 km | 1.450 hm |
| Rookie Trail 10K | 11,5 km | 680 hm |
Für alle, die lieber teilen: Beim Arlberg Team Race läuft ein Dreierteam die 110 km in Etappen von 52, 40 und 18 km. Perfekt für die Laufcrew, die auf unterschiedliche Rennen trainiert oder auf unterschiedlichen Leveln unterwegs ist.
Insider-Tipp: Momos auf 2.245 Metern
Wer die Strecke vorab erkundet, sollte unbedingt in der Göppinger Hütte einkehren. Dort gibt’s Momos, nepalesische Teigtaschen, und dazu einen Hauch Himalaya-Flair.
Autorin: Martina Wengenmeir
Fotos: Lucas Tiefenthaler | Lech Zürs Tourismus
Folge uns






