Myrrhe – Die Arzneimittelpflanze des Jahres 2021

Gold, Weihrauch und Myrrhe – drei Gaben, die wir intuitiv mit der Weihnachtsgeschichte verbinden. Jetzt wurde Myrrhe zur Arzneimittelpflanze des Jahres 2021 gewählt. Zeit, das wertvolle Heilmittel genauer zu betrachten. Was ist Myrrhe? Wie entsteht sie? Und wie können wir sie verwenden? Ein kurzer Überblick.

myrrhe
Myrrhe

Was ist Myrrhe?

Myrrhe ist ein Gummiharz, das entsteht, wenn die Rinde eines Myrrhenbaumes verletzt wird. Sie tritt zuerst als flüssiges Harz aus und härtet dann an der Luft zu Myrrhenharz aus. Das ist orangefarben, schmeckt würzig bis bitter und hat einen aromatischen Geruch. Die Myrrhe, die du in Deutschland kaufen kannst, kommt meist aus Ländern wie Kenia, Äthiopien oder Somalia. Denn dort wachsen die Myrrhenbäume, deren Rinde zwischen Juni und August eingeritzt wird, um das Harz zu gewinnen. Bis zu vier Kilo erhärtetes Myrrhenharz können von einem Baum abgesammelt werden.

Wie kann ich Myrrhe anwenden?

Bekannt ist Myrrhe für seine entkrampfende, entzündungshemmende Wirkung. Deshalb wird das Harz als pflanzliches Arzneimittel bei verschiedenen (chronischen) Darmerkrankungen eingesetzt. Auch bei äußerlichen Entzündungen der Haut oder der Schleimhäute im Mundraum soll Myrrhe den Heilungsprozess unterstützen, ebenso bei kleinen Wunden sowie Schürfwunden. Du kannst Myrrhe als Tinktur anwenden, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Die Myrrhentinktur lässt sich ganz einfach mit einem Pinsel auf entzündete Stellen auftragen oder kann – alternativ – mit Wasser verdünnt zum Gurgeln genutzt werden.

Inhaltsstoffe

  • Diterpen- und Triterpensäuren
  • Ätherisches Öl
  • Bitterstoffe

Autorin: Wiebke Knoche

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